Gründe:
Gegen die Jugendlichen Marco S*****, Alban G***** und Ardian G***** wurde vom Landesgericht Korneuburg mit Beschlüssen vom 8. August 2005 und vom 11. August 2005 zum AZ 421 Ur 45/05g die Voruntersuchung „wegen §§ 127 ff, und 136 StGB" eingeleitet. Die Beschuldigten standen im dringenden Verdacht, in Gänserndorf und anderen Orten eine Vielzahl von Diebstählen, teilweise durch Einbruch, im gemeinsamen Zusammenwirken begangen und ein Mofa unbefugt in Gebrauch genommen zu haben.Gegen die Jugendlichen Marco S*****, Alban G***** und Ardian G***** wurde vom Landesgericht Korneuburg mit Beschlüssen vom 8. August 2005 und vom 11. August 2005 zum AZ 421 Ur 45/05g die Voruntersuchung „wegen Paragraphen 127, ff, und 136 StGB" eingeleitet. Die Beschuldigten standen im dringenden Verdacht, in Gänserndorf und anderen Orten eine Vielzahl von Diebstählen, teilweise durch Einbruch, im gemeinsamen Zusammenwirken begangen und ein Mofa unbefugt in Gebrauch genommen zu haben.
Am 12. August 2005 verfügte der Untersuchungsrichter unter Hinweis auf den gewöhnlichen Aufenthalt Marco S*****s in Wien die Abtretung des Strafverfahrens gegen alle Beschuldigten „gemäß § 29 JGG an das Landesgericht für Strafsachen Wien" (S 1 c iVm S 1 d). Dieses Gericht (AZ 292 Ur 155/05w) erklärte sich jedoch für unzuständig. Zur Zeit der Einleitung des Verfahrens habe zwar Marco S***** seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Wien gehabt, nicht jedoch die Brüder G*****, welche sich vorwiegend bei ihrem Adoptivvater in Strasshof, somit im Sprengel des Landesgerichtes Korneuburg, aufhielten und nur die Wochenenden bei ihrer Mutter in Baden verbrachten. Demgemäß und auf Grund des gewöhnlichen Aufenthaltes des Brüder G***** (§ 29 JGG) hielt der Untersuchungsrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien das zuvorgekommene Landesgericht Korneuburg für zuständig und legte den Akt dem Oberlandesgericht Wien gemäß § 64 Abs 1 StPO zur Entscheidung über die strittige Zuständigkeitsfrage vor (S 1e und f iVm ON 12).Am 12. August 2005 verfügte der Untersuchungsrichter unter Hinweis auf den gewöhnlichen Aufenthalt Marco S*****s in Wien die Abtretung des Strafverfahrens gegen alle Beschuldigten „gemäß Paragraph 29, JGG an das Landesgericht für Strafsachen Wien" (S 1 c in Verbindung mit S 1 d). Dieses Gericht (AZ 292 Ur 155/05w) erklärte sich jedoch für unzuständig. Zur Zeit der Einleitung des Verfahrens habe zwar Marco S***** seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Wien gehabt, nicht jedoch die Brüder G*****, welche sich vorwiegend bei ihrem Adoptivvater in Strasshof, somit im Sprengel des Landesgerichtes Korneuburg, aufhielten und nur die Wochenenden bei ihrer Mutter in Baden verbrachten. Demgemäß und auf Grund des gewöhnlichen Aufenthaltes des Brüder G***** (Paragraph 29, JGG) hielt der Untersuchungsrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien das zuvorgekommene Landesgericht Korneuburg für zuständig und legte den Akt dem Oberlandesgericht Wien gemäß Paragraph 64, Absatz eins, StPO zur Entscheidung über die strittige Zuständigkeitsfrage vor (S 1e und f in Verbindung mit ON 12).
Das Oberlandesgericht ordnete mit Beschluss vom 30. August 2005, AZ 21 Ns 232/05h (ON 20 des Strafaktes) die Weiterführung des Verfahrens durch das Landesgericht für Strafsachen Wien an, wobei es vom gewöhnlichen Aufenthalt Marco S*****s in Wien ausging. Hinsichtlich der Beschuldigten Alban G***** und Ardian G***** nahm es hingegen nicht (wie das Landesgericht für Strafsachen Wien) Strasshof, sondern Baden, den „offenbar aufrechten Meldewohnsitz" als Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes an. Im Hinblick darauf wies es das Landesgericht für Strafsachen in der Beschlussbegründung darauf hin, „zu beachten, dass gemäß § 29 JGG für das Verfahren gegen die Brüder G***** die örtliche Zuständigkeit des Landesgerichtes Wiener Neustadt gegeben ist"; zufolge Vorranges der speziellen Normen des JGG 1988 sei gegenständlich auch „§ 58 StPO in der Fassung BGBl I 2004/164 nicht anwendbar und eine Ausscheidung des Verfahrens gegen Alban und Ardian G***** und Abtretung desselben auch zwischen dem Landesgericht für Strafsachen Wien und dem Landesgericht Wiener Neustadt als demselben Gerichtshof zweiter Instanz unterstehenden Gerichtshöfen zulässig" (S 437 bis 441/I).Das Oberlandesgericht ordnete mit Beschluss vom 30. August 2005, AZ 21 Ns 232/05h (ON 20 des Strafaktes) die Weiterführung des Verfahrens durch das Landesgericht für Strafsachen Wien an, wobei es vom gewöhnlichen Aufenthalt Marco S*****s in Wien ausging. Hinsichtlich der Beschuldigten Alban G***** und Ardian G***** nahm es hingegen nicht (wie das Landesgericht für Strafsachen Wien) Strasshof, sondern Baden, den „offenbar aufrechten Meldewohnsitz" als Ort des gewöhnlichen Aufenthaltes an. Im Hinblick darauf wies es das Landesgericht für Strafsachen in der Beschlussbegründung darauf hin, „zu beachten, dass gemäß Paragraph 29, JGG für das Verfahren gegen die Brüder G***** die örtliche Zuständigkeit des Landesgerichtes Wiener Neustadt gegeben ist"; zufolge Vorranges der speziellen Normen des JGG 1988 sei gegenständlich auch „§ 58 StPO in der Fassung BGBl römisch eins 2004/164 nicht anwendbar und eine Ausscheidung des Verfahrens gegen Alban und Ardian G***** und Abtretung desselben auch zwischen dem Landesgericht für Strafsachen Wien und dem Landesgericht Wiener Neustadt als demselben Gerichtshof zweiter Instanz unterstehenden Gerichtshöfen zulässig" (S 437 bis 441/I).
In Entsprechung dieser Rechtsansicht verfügte der Untersuchungsrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien am 6. September 2005 (S 1 m) die Ausscheidung des Verfahrens gegen Alban G***** und Ardian G***** wegen §§ 127, 129 Z 1, 130, 15 StGB sowie - unter Aktenneubildung - dessen Abtretung an das Landesgericht Wiener Neustadt.In Entsprechung dieser Rechtsansicht verfügte der Untersuchungsrichter des Landesgerichtes für Strafsachen Wien am 6. September 2005 (S 1 m) die Ausscheidung des Verfahrens gegen Alban G***** und Ardian G***** wegen Paragraphen 127, 129, Ziffer eins, 130, 15, StGB sowie - unter Aktenneubildung - dessen Abtretung an das Landesgericht Wiener Neustadt.
Die Verfahren wurden mittlerweile durch rechtskräftige Schuldsprüche beendet.