Gründe:
Durch gefährliche Drohung und überwiegend auch durch Gewalt haben: Harald S***, Rudolf M*** und Herbert M*** mehrmals sowie Wolfgang S*** einmal Renate G*** zum Beischlaf genötigt (§ 202 Abs 1 StGB); Rudolf M*** versucht, Renate G*** von einer Anzeige abzuhalten, Harald S*** und Rudolf M*** den Christian H*** an einer Nothilfeleistung gehindert und Rudolf M*** getrachtet, G*** zur Prostitution zu zwingen (§ 105 Abs 1 StGB, teilweise § 15 StGB).Durch gefährliche Drohung und überwiegend auch durch Gewalt haben: Harald S***, Rudolf M*** und Herbert M*** mehrmals sowie Wolfgang S*** einmal Renate G*** zum Beischlaf genötigt (Paragraph 202, Absatz eins, StGB); Rudolf M*** versucht, Renate G*** von einer Anzeige abzuhalten, Harald S*** und Rudolf M*** den Christian H*** an einer Nothilfeleistung gehindert und Rudolf M*** getrachtet, G*** zur Prostitution zu zwingen (Paragraph 105, Absatz eins, StGB, teilweise Paragraph 15, StGB).
Es wurden hiefür verurteilt:
Harald S*** nach § 202 Abs 1 (§ 28) StGB sowie gemäß § 31 StGB unter Bedachtnahme auf das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien zu 4 b E Vr 14208/83 (§§ 83 Abs 1, 125, 107 Abs 1 StGB: fünf Monate) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von achtzehn Monaten;Harald S*** nach Paragraph 202, Absatz eins, (Paragraph 28,) StGB sowie gemäß Paragraph 31, StGB unter Bedachtnahme auf das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien zu 4 b E römisch fünf r 14208/83 (Paragraphen 83, Absatz eins, 125, 107, Absatz eins, StGB: fünf Monate) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von achtzehn Monaten;
Wolfgang S*** nach § 202 Abs 1 StGB unter Bedachtnahme gemäß § 31 StGB auf das Urteil des Strafbezirksgerichts Wien zu 18 U 2527/83 (§ 125 StGB: sechzig Tagessätze zu 50 S) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von elf Monaten;Wolfgang S*** nach Paragraph 202, Absatz eins, StGB unter Bedachtnahme gemäß Paragraph 31, StGB auf das Urteil des Strafbezirksgerichts Wien zu 18 U 2527/83 (Paragraph 125, StGB: sechzig Tagessätze zu 50 S) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von elf Monaten;
Herbert M*** nach § 202 Abs 1 StGB unter Bedachtnahme gemäß § 31 StGB auf das Urteil des Strafbezirksgerichts Wien zu 6 U 1281/82 (§ 83 Abs 1 StGB: zwei Wochen Zusatzstrafe bedingt, Probezeit drei Jahre) zu einer weiteren Zusatzfreiheitsstrafe von fünfzehn Monaten und Rudolf M*** nach § 202 Abs 1 (§ 28) StGB unter Bedachtnahme gemäß § 31 StGB auf das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien zu 5 d Vr 12561/82 (§§ 202 Abs 1; 15, 105 Abs 1 StGB: ein Jahr) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von achtzehn Monaten. Die Angeklagten, deren Nichtigkeitsbeschwerden bereits in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen worden sind, streben mit ihren Berufungen eine Strafreduzierung an.Herbert M*** nach Paragraph 202, Absatz eins, StGB unter Bedachtnahme gemäß Paragraph 31, StGB auf das Urteil des Strafbezirksgerichts Wien zu 6 U 1281/82 (Paragraph 83, Absatz eins, StGB: zwei Wochen Zusatzstrafe bedingt, Probezeit drei Jahre) zu einer weiteren Zusatzfreiheitsstrafe von fünfzehn Monaten und Rudolf M*** nach Paragraph 202, Absatz eins, (Paragraph 28,) StGB unter Bedachtnahme gemäß Paragraph 31, StGB auf das Urteil des Landesgerichts für Strafsachen Wien zu 5 d römisch fünf r 12561/82 (Paragraphen 202, Absatz eins,; 15, 105 Absatz eins, StGB: ein Jahr) zu einer Zusatzfreiheitsstrafe von achtzehn Monaten. Die Angeklagten, deren Nichtigkeitsbeschwerden bereits in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen worden sind, streben mit ihren Berufungen eine Strafreduzierung an.
Bei Harald S*** wurden als erschwerend seine
einschlägigen Vorstrafen sowie die Begehung mehrerer strafbarer
Handlungen derselben und verschiedener Art gewertet; mildernd fiel
nichts ins Gewicht.
Der Umstand, daß S*** zugegeben hat, auf H***
eingeschlagen zu haben (S. 295 I. Bd.), begründet keineswegs den Milderungsgrund des § 34 Z. 17 StGB, weil der Angeklagte wahrheitswidrig (II. Bd. S. 492) und ohne ersichtliche Reue das Hinschlagen mit der Nichtbezahlung einer offenen Schuld zu begründen suchte. Sein weiterer Einwand, er habe ohne Gewalt und nur in untergeordneter Weise sich an der Beischlafsnötigung beteiligt, ist unzutreffend, weil er als Mittäter die Gewaltakte seiner Mitangeklagten zu verantworten hat, weil er ferner selbst G*** mit der Entführung ihres Kindes drohte und auch selbst an ihr den Geschlechtsverkehr vollzog (S. 489 I. Bd.). Zusammenfassend ergibt sich, daß S***, auch wenn er zur Tatzeit noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hatte (§ 34 Z. 1 StGB), keinesfalls zu streng bestraft wurde.eingeschlagen zu haben (S. 295 römisch eins. Bd.), begründet keineswegs den Milderungsgrund des Paragraph 34, Ziffer 17, StGB, weil der Angeklagte wahrheitswidrig (römisch zwei. Bd. S. 492) und ohne ersichtliche Reue das Hinschlagen mit der Nichtbezahlung einer offenen Schuld zu begründen suchte. Sein weiterer Einwand, er habe ohne Gewalt und nur in untergeordneter Weise sich an der Beischlafsnötigung beteiligt, ist unzutreffend, weil er als Mittäter die Gewaltakte seiner Mitangeklagten zu verantworten hat, weil er ferner selbst G*** mit der Entführung ihres Kindes drohte und auch selbst an ihr den Geschlechtsverkehr vollzog (S. 489 römisch eins. Bd.). Zusammenfassend ergibt sich, daß S***, auch wenn er zur Tatzeit noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet hatte (Paragraph 34, Ziffer eins, StGB), keinesfalls zu streng bestraft wurde.