B egründung:
Im vorliegenden Verfahren wurde die kridamäßige Versteigerung der beiden Liegenschaften EZ 280 und 396 der KG D***** bewilligt. Beim Versteigerungstermin traten folgende Bieter auf:
1.) Dr. L***** R*****, vertreten durch seinen ordnungsgemäß ausgewiesenen Rechtsfreund Dr. W***** K*****, Rechtsanwalt in Linz,
2.) Ing. A***** R*****,
3.) E***** A***** (im Protokoll fälschlich: R*****), vertreten durch Ing. A***** R*****, dessen Vertretungsbefugnis beim Versteigerungstermin strittig war,
4.) F***** F*****,
Ing. A***** R***** wurde mangels Erlags eines Vadiums vom Bieten im eigenen Namen ausgeschlossen, ohne dass hiegegen ein Widerspruch erhoben worden wäre.
E***** A***** wurde vom Erstgericht als Bieter zugelassen, Ing. A***** R***** wies eine nichtbeglaubigte Vollmacht des E***** A***** vom 17. 9. 1981 vor und legte darüber hinaus eine beglaubigte Vollmacht des E***** A***** vom 15. 6. 1982 vor, die ihn ua ausdrücklich zum Erwerb von unbeweglichen Sachen ermächtigte, welche aber ursprünglich des folgenden Zusatz enthielt:
„Diese Vollmacht gilt für alle Grundbuchshandlungen hinsichtlich meiner Liegenschaften in der KG Kurort ***** Gerichtsbezirk Gloggnitz“, Diesen Zusatz strich Ing. A***** R***** während des Versteigerungstermins durch und erklärte, dass er zu diesem Vorgehen ermächtigt sei.
Auf die Liegenschaften wurden folgende Anbote gemacht:
A) 640.000 S durch Dr. L***** R*****,
B) 650.000 S durch F***** F*****,
C) 660.000 S durch Dr. L***** R*****
und D) 957.564 S durch E***** A*****.
Dr. L***** R***** erhob Widerspruch gegen den Zuschlag der Liegenschaften an E***** A***** aus dem Grund des § 184 Abs 1 Z 5 und 7 EO mit der Begründung, die Vollmacht des Ing. A***** R***** entspreche nicht den gesetzlichen Bestimmungen und die von ihm vorgenommene Veränderung der Vollmacht sei unstatthaft.Dr. L***** R***** erhob Widerspruch gegen den Zuschlag der Liegenschaften an E***** A***** aus dem Grund des Paragraph 184, Absatz eins, Ziffer 5 und 7 EO mit der Begründung, die Vollmacht des Ing. A***** R***** entspreche nicht den gesetzlichen Bestimmungen und die von ihm vorgenommene Veränderung der Vollmacht sei unstatthaft.
Das Erstgericht wies diesen Widerspruch mit der Begründung zurück, die vorgelegte Vollmacht entspreche den gesetzlichen Erfordernissen, und verkündete die Erteilung des Zuschlags an E***** A***** um das Meistbot von 957.564 S.
Noch ehe über den Rekurs des Mitbieters Dr. L***** R***** gegen die Erteilung des Zuschlags an E***** A***** entschieden war, langte beim Erstgericht ein Schreiben des E***** A***** vom 21. 10. 1983 ein, mit dem er sich ausdrücklich als Ersteher der Liegenschaft bekannte.
Das Gericht zweiter Instanz änderte den Beschluss des Erstgerichts auf Erteilung des Zuschlags an E***** A***** dahin ab, dass die Erteilung des Zuschlags an ihn versagt werde. Die erforderlichen weiteren Verfügungen habe das Gericht erster Instanz von Amts wegen zu treffen, Ing. A***** R***** wurde schuldig erkannt, dem Rekurswerber Dr. L***** R***** die mit 13.016,42 S bestimmten Rekurskosten zu ersetzen.
Das Gericht zweiter Instanz war der Auffassung, dass die von Ing. A***** R***** vorgelegte Vollmacht nicht den Erfordernissen des § 180 EO entsprochen habe, weil sie auf einen ganz bestimmten Geschäftskreis eingeschränkt gewesen sei. Dass er zur Streichung des erwähnten Vermerks ermächtigt gewesen wäre, häte er wiederum nur durch eine beglaubigte Vollmacht nachweisen müssen.Das Gericht zweiter Instanz war der Auffassung, dass die von Ing. A***** R***** vorgelegte Vollmacht nicht den Erfordernissen des Paragraph 180, EO entsprochen habe, weil sie auf einen ganz bestimmten Geschäftskreis eingeschränkt gewesen sei. Dass er zur Streichung des erwähnten Vermerks ermächtigt gewesen wäre, häte er wiederum nur durch eine beglaubigte Vollmacht nachweisen müssen.
Einen Ausspruch über den Wert des Beschwerdegegenstands oder die Zulässigkeit des Revisionsrekurses enthält die Entscheidung des Gerichts zweiter Instanz im Spruch nicht, das Gericht zweiter Instanz führt aber in der Begründung aus, dass ein Ausspruch über die Zulässigkeit des Revisionsrekurses zu entfallen habe, weil als Streitgegenstand hier die Höhe des strittigen Anbots anzusehen sei.
Gegen die Entscheidung des Gerichts zweiter Instanz wendet sich der Revisionsrekurs des E***** A***** und des Ing. A***** R***** mit dem Antrag, ihn dahin abzuändern, dass der Beschluss des Erstgerichts wiederhergestellt werde. Hilfsweise wird beantragt, den Beschluss des Gerichts zweiter Instanz dahin abzuändern, dass der Zuschlag an Ing. A***** R***** erfolge, oder ihn aufzuheben oder die Ing. A***** R***** auferlegten Kosten aufgrund einer niedrigeren Bemessungsgrundlage zu bemessen.
Mit dem Rechtsmittel wurde eine beglaubigte unterfertigte Erklärung des E***** A***** vom 18. 1. 1984 vorgelegt, dass Ing. A***** R***** zur Streichung des strittigen Zusatzes auf der Vollmacht vom 15. 6. 1982 und zum Bieten für E***** A***** ermächtigt gewesen sei.
Die Revisionsrekurswerber machen geltend, dass die beim Versteigerungstermin vorgelegte beglaubigte Vollmacht vor allem auch in Verbindung mit der vorgelegten nichtbeglaubigten weiteren Vollmacht ausreichend gewesen sei, gleichgültig, ob der strittige Zusatz (zulässigerweise oder nicht) gestrichen oder nicht gestrichen sei. Bei Bedenken gegen die Vollmacht hätte Ing. A***** R***** aber zumindest im eigenen Namen als Bieter zugelassen werden müssen. Ein allfälliger Vollmachtsmangel sei in der Folge gemäß § 186 Abs 2 EO geheilt worden. Unrichtig sei auch die Kostenentscheidung.Die Revisionsrekurswerber machen geltend, dass die beim Versteigerungstermin vorgelegte beglaubigte Vollmacht vor allem auch in Verbindung mit der vorgelegten nichtbeglaubigten weiteren Vollmacht ausreichend gewesen sei, gleichgültig, ob der strittige Zusatz (zulässigerweise oder nicht) gestrichen oder nicht gestrichen sei. Bei Bedenken gegen die Vollmacht hätte Ing. A***** R***** aber zumindest im eigenen Namen als Bieter zugelassen werden müssen. Ein allfälliger Vollmachtsmangel sei in der Folge gemäß Paragraph 186, Absatz 2, EO geheilt worden. Unrichtig sei auch die Kostenentscheidung.
Der Revisionsrekurs ist nur hinsichtlich des Rechtsmittelwerbers E***** A*****, und zwar wegen des Werts des Meistbots, das hier den Beschwerdegegenstand bildet, gemäß §§ 78 EO, 528 Abs 2, 502 Abs 4 Z 2 ZPO als Voll-Revisionsrekurs, zulässig. Beschwert wird durch die Entscheidung der zweiten Instanz nämlich nur E***** A***** als Bieter, dem wegen fehlender Vollmacht der Zuschlag versagt wird, nicht aber Ing. R*****basso als dessen Vertreter, der für E***** A***** eingeschritten ist. Der bei Heller-Berger-Stix S 1337 behandelte Fall, dass ein nicht ausgewiesener Bevollmächtigter als Bieter im eigenen Namen behandelt werden kann und dann mit dem von ihm erlegten Vadium haftet, ist hier nicht gegeben. Ing. R***** hat nämlich im Versteigerungstermin ausdrücklich selbst kein Vadium erlegt und sich durch Unterlassung eines Widerspruchs gegen seinen Ausschluss als Bieter in seinem eigenen Namen seines Rekursrechts (im Sinne seines Eventual-Rekursantrags) gemäß § 187 Abs 1 EO begeben und sich auch ausdrücklich damit einverstanden erklärt, dass er selbst nicht als Bieter im eigenen Namen behandelt werde. Er war, was zwischenzeitig klar ist, durch eine Vollmacht des E***** A***** gedeckt und handelte daher in jeder Hinsicht auf Rechnung und Gefahr des E***** A*****. Der Umstand allein, dass ihm in der Entscheidung der zweiten Instanz Kosten auferlegt wurden, kann eine Beschwer in dritter Instanz schon deshalb nicht begründen, weil die Kostenentscheidung der zweiten Instanz für sich allein gemäß §§ 78 EO, 528 Z 2 (und wegen des Werts darüber hinaus auch Z 5) ZPO nicht angefochten werden könnte. Das unzulässige Rechtsmittel des Ing. R***** war daher zurückzuweisen.Der Revisionsrekurs ist nur hinsichtlich des Rechtsmittelwerbers E***** A*****, und zwar wegen des Werts des Meistbots, das hier den Beschwerdegegenstand bildet, gemäß Paragraphen 78, EO, 528 Absatz 2, 502, Absatz 4, Ziffer 2, ZPO als Voll-Revisionsrekurs, zulässig. Beschwert wird durch die Entscheidung der zweiten Instanz nämlich nur E***** A***** als Bieter, dem wegen fehlender Vollmacht der Zuschlag versagt wird, nicht aber Ing. R*****basso als dessen Vertreter, der für E***** A***** eingeschritten ist. Der bei Heller-Berger-Stix S 1337 behandelte Fall, dass ein nicht ausgewiesener Bevollmächtigter als Bieter im eigenen Namen behandelt werden kann und dann mit dem von ihm erlegten Vadium haftet, ist hier nicht gegeben. Ing. R***** hat nämlich im Versteigerungstermin ausdrücklich selbst kein Vadium erlegt und sich durch Unterlassung eines Widerspruchs gegen seinen Ausschluss als Bieter in seinem eigenen Namen seines Rekursrechts (im Sinne seines Eventual-Rekursantrags) gemäß Paragraph 187, Absatz eins, EO begeben und sich auch ausdrücklich damit einverstanden erklärt, dass er selbst nicht als Bieter im eigenen Namen behandelt werde. Er war, was zwischenzeitig klar ist, durch eine Vollmacht des E***** A***** gedeckt und handelte daher in jeder Hinsicht auf Rechnung und Gefahr des E***** A*****. Der Umstand allein, dass ihm in der Entscheidung der zweiten Instanz Kosten auferlegt wurden, kann eine Beschwer in dritter Instanz schon deshalb nicht begründen, weil die Kostenentscheidung der zweiten Instanz für sich allein gemäß Paragraphen 78, EO, 528 Ziffer 2, (und wegen des Werts darüber hinaus auch Ziffer 5,) ZPO nicht angefochten werden könnte. Das unzulässige Rechtsmittel des Ing. R***** war daher zurückzuweisen.