Rechtstracker.at
Entscheidung 5 Ob 4/05g×

Entscheidung 5 Ob 4/05g

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

5Ob4/05g

Entscheidungsdatum

08.02.2005

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Floßmann als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Baumann, Dr. Hurch, Dr. Kalivoda und Dr. Höllwerth als weitere Richter in der außerstreitigen Rechtssache der Antragstellerin Helga U*****, vertreten durch Kranich & Fehringer, Rechtsanwälte in Wien, gegen die Antragsgegner 1) Richard A*****, 2) Günther B*****, 3) Ursula B*****, 4) Gundl B*****, 5) Dkfm. Franz B*****, 6) Wilfried B*****, 7) Mag. Brigitte B*****, 8) Mag. Regina H*****, 9) Mag. Erich H*****, 10) Dipl. Ing. Thomas H*****, 11) Brigitta H*****, 12) Werner K*****, 13) Mag. Elisabeth K*****, 14) Dipl. Ing. Kornel J*****, 15) Maria J*****, 16) Heinz O*****, 17) Mag. Uta P*****, 18) Helga P*****, 19) Dr. Peter Q*****, 20) Dr. Sylvia Q*****, 21) Ingeborg Charlotte S*****, 22) Dr. Ludwig S*****, 23) Heidemarie T*****, 24) Dr. Alfons W*****, 25) Inge W*****, 26) Annemarie Z*****, 17. und 25. Antragsgegnerin vertreten durch Emberger Rechtsanwaltskanzlei GmbH, Wien, wegen Anfechtung eines Mehrheitsbeschlusses, infolge Antrags auf Berichtigung des Beschlusses des Obersten Gerichtshofs vom 9. November 2004, GZ 5 Ob 239/04i-23, den

Beschluss

gefasst:

Spruch

Der Beschluss des Obersten Gerichtshofs vom 9. November 2004, GZ 5 Ob 239/04i-23, mit dem der außerordentliche Revisionsrekurs der Antragstellerin gegen den Sachbeschluss des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Rekursgericht vom 7. Juli 2004, GZ 39 R 152/04y-17, zurückgewiesen wurde, wird aufgehoben.

Text

Begründung:

Zur Zurückweisung des außerordentlichen Revisionsrekurses wegen Verspätung kann auf den Inhalt des zitierten Beschlusses verwiesen werden.

Die Antragstellerin hat in ihrem als Wiederaufnahmebegehren zu verstehenden Berichtigungsantrag die Unrichtigkeit des zur Zurückweisung des außerordentlichen Revisionsrekurses führenden Postaufgabevermerks der ersten Instanz behauptet und durch Vorlage des Originalpostaufgabescheins bescheinigt, dass sie das Rechtsmittel innerhalb der vierwöchigen Rechtsmittelfrist zur Post gegeben hat.

Rechtliche Beurteilung

Wenn ein Rechtsmittel infolge eines unrichtigen Postaufgabevermerks der ersten Instanz vom Obersten Gerichtshof fälschlicherweise als verspätet zurückgewiesen wurde, ist abweichend von der gegenteiligen und zufolge Änderung des Paragraph 530, ZPO durch Paragraph 36, Ziffer 10, KSchG nicht mehr aufrecht zu erhaltenden älteren Judikatur (EvBl 1971/40; JBl 1979, 38) - in sinngemäßer Anwendung des Wiederaufnahmegrundes des Paragraph 530, Absatz eins, Ziffer 7, ZPO in Verbindung mit Paragraph 419, Absatz eins, (Paragraph 522,) ZPO - der durch die frühere Aktenlage gedeckte, sich jedoch später als sachlich unrichtig erwiesene Zurückweisungsbeschluss aufzuheben (RIS-Justiz RS0041446; RS0044423). Diese Vorgangsweise ist auch für das Außerstreitverfahren zu übernehmen (10 Ob 34/04d).

Es war daher wie im Spruch zu entscheiden.

Textnummer

E77262

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2005:0050OB00004.05G.0208.000

Im RIS seit

10.03.2005

Zuletzt aktualisiert am

23.11.2011

Dokumentnummer

JJT_20050208_OGH0002_0050OB00004_05G0000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung