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Entscheidung 8 Ob 1566/95×

Entscheidung 8 Ob 1566/95

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8Ob1566/95

Entscheidungsdatum

12.10.1995

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden sowie durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag, Dr.Langer, Dr.Rohrer und Dr.Adamovic als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Dr.Reiner Weber, Rechtsanwalt, 2020 Hollabrunn, Brunntalgasse 28, als Masseverwalter im Konkurs über das Vermögen des Richard S*****, vertreten durch Dr.Alfred Strommer, Dr.Johannes Reich-Rohrwig, Dr.Georg Karasek, Dr.Bernhard Hainz, Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei G***** KG ***** vertreten durch Dr.Peter Zöchbauer, Rechtsanwalt in St.Pölten, wegen S 38,290.000,-- S infolge außerordentlichen Rekurses der beklagten Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien als Rekursgerichtes vom 24. Februar 1995, GZ 3 R 193/94-78, den

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Der außerordentliche Rekurs der beklagten Partei wird gemäß Paragraph 526, Absatz 2, Satz 1 ZPO mangels der Voraussetzungen des Paragraph 528, Absatz eins, ZPO zurückgewiesen (Paragraph 528 a, in Verbindung mit Paragraph 510, Absatz 3, ZPO).

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Gemäß Paragraph 212, Absatz 5, ZPO (Paragraph 212 a, Absatz 2, ZPO) können offenbare Unrichtigkeiten der Tonbandübertragung nachträglich vom Gericht jederzeit berichtigt werden vergleiche auch Paragraph 292, Absatz 2, ZPO). Die Berichtigung ist zeitlich nicht gebunden und wirkt auf den Zeitpunkt der protokollierten Prozeßhandlung zurück (2 Ob 547/76; 2 Ob 502/88; 8 Ob 626/90). Gegen die Berichtigung wäre in diesem Verfahrensstadium ein abgesondertes Rechtsmittel zulässig (EvBl 1956/10; 8 Ob 12/89), welches jedoch von der Beklagten nicht erhoben wurde. Daß eine offenbare Unrichtigkeit vorlag, ist dem erstinstanzlichen Beschluß ON 76 zweifelsfrei zu entnehmen und wird von der Rekurswerberin auch nicht bestritten. Der von der Rekurswerberin erhobene Berichtigungsantrag ist - sofern ihm nicht stattgegeben wird - einem Widerspruch gleichzuhalten, über welchen das Gericht in der Regel keine Entscheidung zu treffen hat (7 Ob 509/86). Die Frage nach der Anwendbarkeit des Paragraph 214, Absatz eins, ZPO stellt sich daher in diesem Zusammenhang nicht vergleiche Arb 10.115).

Anmerkung

E40486 08A15665

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1995:0080OB01566.95.1012.000

Dokumentnummer

JJT_19951012_OGH0002_0080OB01566_9500000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung