Begründung:
Helga S***** ist gemeinsam mit ihrer Schwester Christine L***** zur Hälfte Erbin nach ihrer am 1.Juli 1989 verstorbenen Großmutter Maria S*****. Die Verlassenschaft umfaßt unter anderem die Liegenschaft EZ ***** KG B*****.
Mit Beschluß vom 20.Februar 1991 (ON 30) wurde Dr.Ulrich K*****, Notariatskanditat in Wien, zur Vertretung von Helga S***** in dem Verfahren zur Bestellung eines Sachwalters gemäß § 273 ABGB zum einstweiligen Sachwalter bestellt. Es wurde ihm die Besorgung folgender dringender Angelegenheiten aufgetragen:Mit Beschluß vom 20.Februar 1991 (ON 30) wurde Dr.Ulrich K*****, Notariatskanditat in Wien, zur Vertretung von Helga S***** in dem Verfahren zur Bestellung eines Sachwalters gemäß Paragraph 273, ABGB zum einstweiligen Sachwalter bestellt. Es wurde ihm die Besorgung folgender dringender Angelegenheiten aufgetragen:
"Vertretung in dem Verlassenschaftsverfahren 3 A 388/89 des BG-H*****, Personenfürsorge."
Der Zustellung dieses Beschlusses an Helga S***** erfolgte nicht zu eigenen Handen durch Hinterlegung.
Mit Beschluß des Verlassenschaftsgerichtes BG-H***** vom 19.September 1990, 3 A 388/89-14, wurde für die erblasserische Enkelin Helga S***** wegen unbekannten Aufenthaltes Dr.Ulrich K*****, Notariatskanditat, zum Erbenkurator gemäß § 77 Abs 2, 131 AußStrG bestellt. Helga S***** wurde mittels Ediktes gemäß § 131 AußStG aufgefordert, sich binnen 6 Monaten bei Gericht zu melden, widrigenfalls die Verlassenschaft mit dem für die Abwesende bestellten Kurator Dr.K***** abgehandelt werde. Am 7.November 1990 gab Dr.K***** namens Helga S***** zur Hälfte des Nachlasses aufgrund des Gesetzes eine bedingte Erbserklärung ab. Ab 22.Februar 1991 langte beim Verlassenschaftsgericht der Beschluß über die Bestellung Dris.K***** zum einstweiligen Sachverwalter von Helga S***** ein.Mit Beschluß des Verlassenschaftsgerichtes BG-H***** vom 19.September 1990, 3 A 388/89-14, wurde für die erblasserische Enkelin Helga S***** wegen unbekannten Aufenthaltes Dr.Ulrich K*****, Notariatskanditat, zum Erbenkurator gemäß Paragraph 77, Absatz 2, 131, AußStrG bestellt. Helga S***** wurde mittels Ediktes gemäß Paragraph 131, AußStG aufgefordert, sich binnen 6 Monaten bei Gericht zu melden, widrigenfalls die Verlassenschaft mit dem für die Abwesende bestellten Kurator Dr.K***** abgehandelt werde. Am 7.November 1990 gab Dr.K***** namens Helga S***** zur Hälfte des Nachlasses aufgrund des Gesetzes eine bedingte Erbserklärung ab. Ab 22.Februar 1991 langte beim Verlassenschaftsgericht der Beschluß über die Bestellung Dris.K***** zum einstweiligen Sachverwalter von Helga S***** ein.
Mit Beschluß vom 16.Mai 1991 (ON 39) wurde Dr.K***** für Helga S***** zum Sachwalter für alle Angelegenheiten (§ 273 Abs 3 Z 3 ABGB) bestellt. Dieser Beschluß wurde an Helga S***** nicht zu eigenen Handen durch Hinterlegung an der Anschrift B*****, ***** S*****gasse ***** zugestellt; die nicht behobene Sendung ging an das Erstgericht zurück.Mit Beschluß vom 16.Mai 1991 (ON 39) wurde Dr.K***** für Helga S***** zum Sachwalter für alle Angelegenheiten (Paragraph 273, Absatz 3, Ziffer 3, ABGB) bestellt. Dieser Beschluß wurde an Helga S***** nicht zu eigenen Handen durch Hinterlegung an der Anschrift B*****, ***** S*****gasse ***** zugestellt; die nicht behobene Sendung ging an das Erstgericht zurück.
Am 24.Juni 1991 wurde zwischen der Verlassenschaft nach der am 1.Juli 1989 verstorbenen Maria S*****, vertreten durch die erbserklärten Erben Christa L***** und Helga S*****, diese vertreten durch den (einstweiligen) Sachwalter Dr.K*****, als Verkäuferin und Wolfgang A***** und Felicitas A***** ein Kaufvertrag über die Liegenschaft EZ ***** Grundbuch B***** geschlossen. Das Verlassenschaftsgericht genehmigte mit Beschluß vomm 22.August 1991 diesen Verkauf abhandlungsbehördlich und versah das Original der Kaufvertragsurkunde mit der Genehmigungsklausel. Mit Eingabe vom 7.August 1991 beantragte Dr.K***** beim Erstgericht diesen Vertag zu genehmigen. Auch die Käufer beantragten die pflegschaftsbehördlichen Genehmigung des Kaufvertrages.
Mit Beschluß vom 27.September 1991 (ON 64) wurde Dr.Ulrich K***** seines Amtes als Sachwalter enthoben und Ulrike M***** zum Sachwalter bestellt; es wurde ihr die Besorgung aller Angelegeneheiten aufgetragen. Die Zustellung dieses Beschlusses an Helga S***** ist nicht ausgewiesen.
Mit Eingabe vom 4.November 1991 teilte Ulrike M***** dem Erstgericht mit, Helga S***** sei mit dem Verkauf des Hälfteanteiles der Liegenschaft nicht einverstanden" (ON 72). Mit Eingabe vom 7.November 1991 (ON 73) verlangte sie, der Verkauf solle derzeit nicht durchgeführt werden, bzw. solle eine pflegschaftsbehördliche Genehmigung des Kaufvertrages nicht erfolgen. Auch in der Eingabe vom 15. November 1991 (ON 77) ersuchte Ulrike M***** mit der pflegschaftsbehördlichen Genehmigung des Kaufvertrages noch zu warten, weil für Helga S***** noch keine geeignete Wohnmöglichkeit gefunden werden konnte.
Mit Beschluß vom 18.November 1991 (ON 78) genehmigte das Erstgericht den zwischen der Verlassenschaft nach Maria S***** und Wolfgang und Felicitas A***** abgeschlossenen Kaufvertrag sachwalterschaftsgerichtlich. Das Erstgericht vertrat die Ansicht, die Veräußerung der Liegenschaft sei zum offenbaren Vorteil der Pflegebefohlenen, weil das Kaufanbot des Ehepaares A***** als äußerst günstig anzusehen sei. Nur durch einen Verkauf der Liegenschaft könnten kostspielige Instandsetzungsarbeiten und Prozesse vermieden werden.
Gegen diesen Beschluß erhob die Sachwalterin Ulrike M***** Rekurs (ON 82).
Mit Beschluß vom 24.März 1992 trug das Rekursgericht dem Erstgericht auf, die Rechtswirksamkeit der Sachwalterbestellung durch eigenhändige Zustellung des Bestellungs- und Umbestellungsbeschlusses (ON 39 und 64) an die Betroffene zu sanieren oder den angefochtenen Beschluß an den noch immer berechtigten Vertreter der Betroffenen, den einstweiligen Sachwalter, zuzustellen. Das Rekursgericht wies daraufhin, daß gemäß § 246 AußStG der Beschluß über die Bestellung eines Sachwalters dem Betroffenen zu eigenen Handen zuzustellen sei. Dies sei im vorliegenden Fall nicht geschehen, sodaß der Bestellungsbeschluß nicht in Rechtskraft erwachsen sei.Mit Beschluß vom 24.März 1992 trug das Rekursgericht dem Erstgericht auf, die Rechtswirksamkeit der Sachwalterbestellung durch eigenhändige Zustellung des Bestellungs- und Umbestellungsbeschlusses (ON 39 und 64) an die Betroffene zu sanieren oder den angefochtenen Beschluß an den noch immer berechtigten Vertreter der Betroffenen, den einstweiligen Sachwalter, zuzustellen. Das Rekursgericht wies daraufhin, daß gemäß Paragraph 246, AußStG der Beschluß über die Bestellung eines Sachwalters dem Betroffenen zu eigenen Handen zuzustellen sei. Dies sei im vorliegenden Fall nicht geschehen, sodaß der Bestellungsbeschluß nicht in Rechtskraft erwachsen sei.
Gemäß § 247 AußStG werde der Beschluß, mit dem der Sachwalter bestellt werde, erst mit dem Eintritt der Rechtskraft wirksam. Da die Sachwalterbestellung noch nicht rechtskräftig sei, entfalte diese und damit auch die Umbestellung des Sachwalters noch keine Wirkungen, die Betroffene werde daher nach wie vor lediglich vom einstweiligen Sachwalter vertreten.Gemäß Paragraph 247, AußStG werde der Beschluß, mit dem der Sachwalter bestellt werde, erst mit dem Eintritt der Rechtskraft wirksam. Da die Sachwalterbestellung noch nicht rechtskräftig sei, entfalte diese und damit auch die Umbestellung des Sachwalters noch keine Wirkungen, die Betroffene werde daher nach wie vor lediglich vom einstweiligen Sachwalter vertreten.
Am 22.April 1992 übernahm Helga S***** unter anderem den Sachwalterbestellungs- und Umbestellungsbeschluß. Mit Beschluß vom 26. Mai 1992 gab das Rekursgericht dem Rekurs der Sachwalterin Ulrike M***** nicht Folge, weil die Veräußerung der Liegenschaft im Interesse von Helga S***** liege. Es wurde ausgesprochen, daß der Wert des Entscheidungsgegenstandes S 50.000,-- übersteige, der ordentliche Revisionrekurs wurde für nicht zulässig erklärt.
Dagegen richtet sich der außerordentliche Revisionsrekurs der Sachwalterin mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluß abzuändern und dem Kaufvertrag die pflegschaftsbehördliche Genehmigung zu versagen; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.