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Entscheidung 8 ObA 207/94×

Entscheidung 8 ObA 207/94

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Entscheidungstext

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Geschäftszahl

8ObA207/94

Entscheidungsdatum

17.03.1994

Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden sowie die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Petrag und Dr.Adamovic sowie die fachkundigen Laienrichter Mag.Kurt Retzer und Dr.Richard Warnung als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei *****I***** Gesellschaft mbH,***** vertreten durch Dr.Walter Schuppich ua Rechtsanwälte in Wien, wider die beklagte Partei Wolfgang M*****, Angestellter, ***** vertreten durch Dr.Michael Bereis, Rechtsanwalt in Wien, wegen Wiederaufnahme des Verfahrens 27 Cga 9/92 des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien (Streitwert 489.969,60 S brutto abzüglich 63.545,78 S netto), infolge Revisionsrekurses der klagenden Partei gegen den Beschluß des Oberlandesgerichtes Wien vom 30.November 1993, GZ 34 Ra 111/93-8, womit der Beschluß des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien vom 6.September 1993, GZ 27 Cga 255/93d-2, bestätigt wurde, folgenden

Beschluß

gefaßt:

Spruch

Dem Revisionsrekurs wird nicht Folge gegeben.

Die Rekurswerberin hat die Kosten ihres Rechtsmittels selbst zu tragen.

Text

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

Die Begründung des angefochtenen Beschlusses ist zutreffend (Paragraph 48, ASGG). Ergänzend ist auszuführen:

Der Revisionsrekurs ist zulässig, weil bei der Wiederaufnahmsklage der Streitgegenstand mit dem des wiederaufzunehmenden Verfahrens ident ist vergleiche SZ 64/173 = EvBl 1992/95, 416 = Arb 10.198) und dieser den Betrag von 50.000 S übersteigt.

Paragraph 125, Absatz 2, ZPO regelt hinsichtlich der genannten Fristen nicht den Beginn derselben, sondern deren Ende (SZ 57/65 = RZ 1985/4, 21; RZ 1985/5, 21; vergleiche auch Fasching LB2, Rz 554).

Infolge des Auffindens der Urkunden, die den Wiederaufnahmsgrund dartun sollen, am Mittwoch dem 4.August 1993 endete die vierwöchige Notfrist am Mittwoch dem 1.September 1993. Die am 2.September 1993 überreichte Klage ist daher gemäß Paragraph 534, Absatz eins, ZPO verspätet.

Die Gerichtsferien bleiben auf den Lauf der Frist für die Wiederaufnahmsklage in Arbeits- und Sozialrechtssachen ohne Einfluß (SZ 64/172).

Anmerkung

E32884

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:008OBA00207.94.0317.000

Dokumentnummer

JJT_19940317_OGH0002_008OBA00207_9400000_000

Rechtssätze aus dieser Entscheidung