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Rechtssatz RS0000167

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Strafrecht

Rechtssatznummer

RS0000167

Geschäftszahl

10Os45/80; 12Os9/81

Entscheidungsdatum

26.03.1981

Norm

EO §1 Z9 IIi
PresseG §29 Abs2
StGB §19 Abs3

Rechtssatz

Eine dem Beleidigten gemäß Paragraph 29, Absatz 2, PresseG zugesprochene Geldbuße ist (materiell) keine Strafe, sondern dient der Abgeltung des materiellen und ideellen Schadens des Verletzten. Sie ist somit einem Privatbeteiligtenzuspruch gleichzuhalten und bildet daher lediglich einen Exekutionstitel (Paragraph eins, Ziffer 9, EO), von dem der Beleidigte nach seinem Belieben Gebrauch machen kann. Die Bestimmung einer "Ersatzfreiheitsstrafe" für den Fall, daß eine (ausschließlich dem Berechtigten überlassene) allfällige Exekutionsführung erfolglos bleiben sollte, ist demnach weder durch Paragraph 19, Absatz 3, StGB noch sonst im Gesetz gedeckt.

Entscheidungstexte

  • 10 Os 45/80
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 10 Os 45/80
    Veröff: EvBl 1981/33 S 101
  • 12 Os 9/81
    Entscheidungstext OGH 26.03.1981 12 Os 9/81
    Veröff_ EvBl 1981/175 S 496

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0000167

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.12.2011

Dokumentnummer

JJR_19800617_OGH0002_0100OS00045_8000000_001