Rechtssatz RS0003444
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0003444
Geschäftszahl
2Ob223/57; 3Ob127/67; 3Ob87/82; 3Ob58/93 (3Ob59-62/93); 8Ob43/19k
Entscheidungsdatum
24.05.2019
Rechtssatz
Der Erfolg des von einem Gläubiger im Meistbotsverteilungsverfahren erhobenen Rekurses kommt nur dem anfechtenden Gläubiger zugute, nicht aber auch anderen Gläubigern, die die Anfechtung unterlassen haben.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 223/57
Entscheidungstext OGH 05.06.1957 2 Ob 223/57
JBl 1957,482
- 3 Ob 127/67
Entscheidungstext OGH 06.12.1967 3 Ob 127/67
Beisatz: Dieser Rechtssatz gilt jedoch nicht, wenn der Gläubiger (hier: mangels Zustellung) keine Möglichkeit hatte, den Meistbotsverteilungsbeschluß anzufechten. (T1)
- 3 Ob 87/82
Entscheidungstext OGH 08.09.1982 3 Ob 87/82
Beisatz: Beträge, die nach dem Gesetz einem nicht anfechtenden Gläubiger zugefallen wären, verbleiben aber demjenigen, dem sie zwar zu Unrecht, aber ohne Anfechtung des Berechtigten zugewiesen wurden. (T2)
- 3 Ob 58/93
Entscheidungstext OGH 16.06.1993 3 Ob 58/93
- 8 Ob 43/19k
Entscheidungstext OGH 24.05.2019 8 Ob 43/19k
Beisatz: Gegenüber den Gläubigern, die die Anfechtung unterlassen haben, erwächst der Meistbotsverteilungsbeschluss grundsätzlich in Rechtskraft, was zur Zurückweisung eines von einem solchen Gläubiger erhobenen Revisionsrekurses führen muss. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0003444
Zuletzt aktualisiert am
22.08.2019
Dokumentnummer
JJR_19570605_OGH0002_0020OB00223_5700000_001