Rechtssatz RS0005124
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0005124
Entscheidungsdatum
13.08.2002
Rechtssatz
Die Zuständigkeit eines inländischen Gerichtes und damit die inländische Gerichtsbarkeit ist bei einem gegen die Gegnerin der gefährdeten Partei zu richtenden Verbot nur dann gegeben, wenn der Vollzug der der einstweiligen Verfügung dienenden Handlung, das ist die Erzwingung von Geldstrafen und Haft, in dessen Sprengel vorzunehmen ist. Das trifft dann nicht zu, wenn die Gegnerin der gefährdeten Partei ihren Sitz im Ausland hat.
Entscheidungstexte
- 8 Ob 138/62
Entscheidungstext OGH 03.05.1962 8 Ob 138/62
Veröff: EvBl 1962/328 S 404
- 7 Ob 600/86
Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 600/86
Auch; Veröff: SZ 59/128 = ÖBA 1986,486 (Koziol) = IPRAX 1988,33 (Morschner 40) = RdW 1986,341 = JBl 1987,115
- 6 Ob 506/88
Entscheidungstext OGH 11.02.1988 6 Ob 506/88
Vgl; Beisatz: Hier: Zuständigkeit des inländischen Gerichtes, wenn die den Gegenstand des Sicherungsantrages bildende Forderung, weil sie sich gegen einen inländischen Drittschuldner richtet, in Österreich gelegen ist. (T1) Veröff: SZ 61/39 = ÖBA 1988,609 (P Doralt)
- 3 Ob 125/89
Entscheidungstext OGH 10.01.1990 3 Ob 125/89
Vgl aber; Beisatz: Anders, wenn es nicht um eine zu erzwingende Verfügung im Ausland, sondern um im Inland zu unterlassende Handlungen geht. Hier wird in die Gebietshoheit des ausländischen Staates nicht eingegriffen. (T2) Veröff: ecolex 1990,235
- 1 Ob 554/94
Entscheidungstext OGH 22.06.1994 1 Ob 554/94
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: An das Vorliegen der inländischen Zuständigkeit für das Leistungsverbot ist auch die inländische Gerichtsbarkeit geknüpft. (T3) Veröff: SZ 67/111
- 1 Ob 140/02y
Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 140/02y
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0005124
Dokumentnummer
JJR_19620503_OGH0002_0080OB00138_6200000_001