Rechtssatz RS0006054
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0006054
Geschäftszahl
7Ob606/56; 7Ob160/70; 3Ob108/86 (3Ob109/86); 2Ob2207/96i; 6Ob215/05v
Entscheidungsdatum
01.12.2005
Rechtssatz
Das Pflegschaftsgericht ist bei Verträgen Pflegebefohlener nicht Partei, es schließt das Rechtsgeschäft nicht namens des Pflegebefohlenen. Seine Aufgabe ist zu entscheiden, ob das beantragte oder abgeschlossene Rechtsgeschäft pflegschaftsbehördlich zu genehmigen ist. Überschreitet es diesen Aufgabenkreis, so liegt Nichtigkeit vor.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 606/56
Entscheidungstext OGH 05.12.1956 7 Ob 606/56
Veröff: SZ 29/81
- 7 Ob 160/70
Entscheidungstext OGH 16.09.1970 7 Ob 160/70
Veröff: EvBl 1971/33 S 69
- 3 Ob 108/86
Entscheidungstext OGH 10.12.1986 3 Ob 108/86
Auch
- 2 Ob 2207/96i
Entscheidungstext OGH 19.09.1996 2 Ob 2207/96i
- 6 Ob 215/05v
Entscheidungstext OGH 01.12.2005 6 Ob 215/05v
Vgl auch; Beisatz: Das Gericht kann nur die Zustimmung des anderen, nicht handelnden Elternteils, nicht aber auch die Handlung des gesetzlichen Vertreters selbst ersetzen. (T1); Beisatz: Hier: Zustimmung des Jugendwohlfahrtsträgers als gesetzlicher Vertreter zum Abschluss des Pflegevertrags. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0006054
Dokumentnummer
JJR_19561205_OGH0002_0070OB00606_5600000_001