Rechtssatz RS0008086
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008086
Geschäftszahl
5Ob232/58; 6Ob20/69; 7Ob120/73; 7Ob832/76; 6Ob2/84 (6Ob3/84); 7Ob41/02h
Entscheidungsdatum
13.03.2002
Rechtssatz
Das Erbrecht des Vorerben ist gegenüber dem des Nacherben das stärkere; dieser muß es daher entkräften (hier: Erbseinsetzung durch dasselbe Testament).
Entscheidungstexte
- 5 Ob 232/58
Entscheidungstext OGH 03.09.1958 5 Ob 232/58
EvBl 1958/317 S 634
- 6 Ob 20/69
Entscheidungstext OGH 05.02.1969 6 Ob 20/69
SZ 42/22 = EvBl 1969/268 S 398 = NZ 1970,26
- 7 Ob 120/73
Entscheidungstext OGH 20.06.1973 7 Ob 120/73
Vgl auch; EvBl 1973/293 S 602
- 7 Ob 832/76
Entscheidungstext OGH 13.01.1977 7 Ob 832/76
Teilweise abweichend von 5 Ob 232/58 und 6 Ob 20/69; Beisatz: Ein nach der äußeren Form unbedenkliches späteres Testament, das die Rechte des fideikommisarischen Nacherben erweitert, schafft hinsichtlich der allein strittigen Differenz einen stärkeren Erbrechtstitel als das frühere Testament. Daher ist in einem solchen Fall dem Vorerben die Klägerrolle zuzuweisen. (T1) = JBl 1978,36 = NZ 1980,5
- 6 Ob 2/84
Entscheidungstext OGH 24.02.1984 6 Ob 2/84
Vgl aber; Beisatz: Geht es nur um die Auslegung ein- und desselben Testamentes, kann bei der Verteilung der Parteirollen nicht davon ausgegangen werden, daß der Vorerbe gegenüber dem Nacherben einen stärkeren Erbrechtstitel besitze. (T2)
- 7 Ob 41/02h
Entscheidungstext OGH 13.03.2002 7 Ob 41/02h
Vgl aber; Beisatz: Hier: Nicht die Auslegung des (hier:) Erbvertrags sondern die vom erbl. Sohn behauptete mangelnde Testierfähigkeit des Erblassers (und damit die Gültigkeit des Erbvertrags) wird der allein entscheidende Streitpunkt des streitigen Zivilverfahrens sein. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0008086
Dokumentnummer
JJR_19580903_OGH0002_0050OB00232_5800000_001