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Rechtssatz RS0008173×

Rechtssatz RS0008173

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0008173

Entscheidungsdatum

01.06.2022

Rechtssatz

Ob der Erbe, dem die Besorgung und Verwaltung des Nachlasses überlassen wurde, mit der Erteilung eines Vermittlungsauftrages sich selbst oder die Verlassenschaft verpflichten wollte, ist in erster Linie nach dem Inhalt der Vereinbarung zu beurteilen. Der Erbe kann sich in einem solchen Fall persönlich verpflichten, er kann aber auch ohne persönliche Haftung den Nachlaß verpflichten. Im letzteren Falle ist es nicht erforderlich, daß die Absicht, namens der Verlassenschaft zu handeln, ausdrücklich hervorgehoben wird.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 8/69
    Entscheidungstext OGH 23.04.1969 5 Ob 8/69
    NZ 1970,59 = SZ 42/59
  • 2 Ob 103/98f
    Entscheidungstext OGH 23.04.1998 2 Ob 103/98f
    Ähnlich; nur: Es ist nicht erforderlich, daß die Absicht, namens der Verlassenschaft zu handeln, ausdrücklich hervorgehoben wird. (T1); Beisatz: Sie kann sich auch aus dem Zusammenhang des Auftrags mit dem Nachlaßvermögen ergeben. (T2) Veröff: SZ 71/73
  • 2 Ob 158/17z
    Entscheidungstext OGH 16.05.2018 2 Ob 158/17z
    Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Widersetzungshandlung iSd § 1488 ABGB durch verwaltungsbefugten Erben. (T3)
  • 5 Ob 7/22y
    Entscheidungstext OGH 01.06.2022 5 Ob 7/22y
    nur T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0008173

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.08.2022

Dokumentnummer

JJR_19690423_OGH0002_0050OB00008_6900000_001