Rechtssatz RS0008788
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0008788
Entscheidungsdatum
17.07.2025
Rechtssatz
Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. Der übliche formale Wortsinn ist nur ein Hinweis für die Auslegung der Norm, nicht mehr; erst der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. Bei Gesetzen, die erfahrungsgemäß auf Vermittlung durch rechtskundige Personen angelegt sind, geht im Zweifel ein präziser rechtstechnischer Sprachgebrauch dem allgemeinen vor. (Hier: Außergerichtliche Vereinbarung, bei der die Unterschriften gerichtlich beglaubigt sind, stellt keinen gerichtlichen Vergleich dar.)
Entscheidungstexte
- 10 ObS 313/91
Entscheidungstext OGH 12.11.1991 10 ObS 313/91
- 9 Ob 241/02k
Entscheidungstext OGH 23.04.2003 9 Ob 241/02k
nur: Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. Der übliche formale Wortsinn ist nur ein Hinweis für die Auslegung der Norm, nicht mehr; erst der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. (T1)
- 5 Ob 179/06v
Entscheidungstext OGH 24.10.2006 5 Ob 179/06v
nur T1
- 2 Ob 39/07k
Entscheidungstext OGH 28.06.2007 2 Ob 39/07k
Auch; nur T1
- 4 Ob 23/08y
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 23/08y
nur: Der äußerste mögliche Wortsinn steckt die Grenze jeglicher Auslegung ab, die auch mit den sonstigen Interpretationsmethoden nicht überschritten werden darf. (T2)
Veröff: SZ 2008/44
- 9 ObA 53/11a
Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 53/11a
nur: Die Gesetzesauslegung darf nicht bei der Wortinterpretation stehen bleiben. (T3)
- 9 ObA 91/14v
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 91/14v
Auch; nur T1
- 9 ObA 35/15k
Entscheidungstext OGH 29.04.2015 9 ObA 35/15k
Auch; Beisatz: Im Zweifel geht bei der Gesetzesauslegung ein präziser rechtstechnischer Sprachgebrauch dem allgemeinen vor. (T4)
- 7 Ob 171/15w
Entscheidungstext OGH 19.11.2015 7 Ob 171/15w
nur T2
- 10 ObS 26/16w
Entscheidungstext OGH 10.05.2016 10 ObS 26/16w
Auch; nur T3
- 9 ObA 21/17d
Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 21/17d
nur T3
- 7 Ob 114/17s
Entscheidungstext OGH 27.09.2017 7 Ob 114/17s
Auch; Veröff: SZ 2017/106
- 9 ObA 135/17v
Entscheidungstext OGH 18.12.2017 9 ObA 135/17v
nur T3
- 9 ObA 9/19t
Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 ObA 9/19t
nur T3; Veröff: SZ 2019/19
- 9 ObA 71/20m
Entscheidungstext OGH 21.10.2020 9 ObA 71/20m
Beis wie T3; Beisatz: Hier: § 191a Stmk L-DBR; Einstufung als Oberarzt. (T5)
- 10 ObS 138/21y
Entscheidungstext OGH 19.10.2021 10 ObS 138/21y
nur T3
- 5 Ob 114/21g
Entscheidungstext OGH 03.03.2022 5 Ob 114/21g
Vgl; nur T2; nur T3
- 4 Ob 155/23g
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 20.02.2024 4 Ob 155/23g
nur T1
- 1 Ob 15/24y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 08.04.2024 1 Ob 15/24y
nur T2
- 10 Obs 107/24v
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 08.10.2024 10 Obs 107/24v
Beisatz nur wie T2
- 9 ObA 32/25h
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 17.07.2025 9 ObA 32/25h
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0008788
Zuletzt aktualisiert am
14.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19911112_OGH0002_010OBS00313_9100000_001