Rechtssatz RS0008831
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0008831
Geschäftszahl
9Os83/75 (9Os84/75, 9Os85/75); 13Os124/84 (13Os125/84); 6Ob200/08t; 6Ob219/08m
Entscheidungsdatum
06.11.2008
Rechtssatz
a) Gewaltentrennung: Der Oberste Gerichtshof weist es von sich, einen mangelhaften oder unbefriedigenden Gesetzestext zu korrigieren oder zu ergänzen, d.h. Aufgaben zu übernehmen, die verfassungsgemäß nicht der vollziehenden, sondern ausschließlich der gesetzgebenden Gewalt zukommen (SZ 40/154, EvBl 1972/159 = JBl 1972,538, EvBl 1973/29, RiZ 1973,15).
b) Ein Gesetz darf niemals extensiv zum Nachteil eines Beschuldigten (Verurteilten) ausgelegt werden (so schon EvBl 1970/358).
Entscheidungstexte
- 9 Os 83/75
Entscheidungstext OGH 17.09.1975 9 Os 83/75
RZ 1976/20 S 37
- 13 Os 124/84
Entscheidungstext OGH 20.12.1984 13 Os 124/84
nur: a) Gewaltentrennung: Der Oberste Gerichtshof weist es von sich, einen mangelhaften oder unbefriedigenden Gesetzestext zu korrigieren oder zu ergänzen, d.h. Aufgaben zu übernehmen, die verfassungsgemäß nicht der vollziehenden, sondern ausschließlich der gesetzgebenden Gewalt zukommen (SZ 40/154, EvBl 1972/159 = JBl 1972,538, EvBl 1973/29, RiZ 1973,15). (T1); Beisatz: Betrachtungen de lege ferenda sind nicht anzustellen. (T2) Veröff: EvBl 1985/115 S 561 = RZ 1985/76 S 197 = SSt 55/89
- 6 Ob 200/08t
Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 200/08t
nur T1
- 6 Ob 219/08m
Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 219/08m
nur T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0008831
Zuletzt aktualisiert am
16.02.2009
Dokumentnummer
JJR_19750917_OGH0002_0090OS00083_7500000_001