Rechtssatz RS0010622
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0010622
Entscheidungsdatum
25.09.2024
Rechtssatz
Nach herrschender Auffassung schließt die Tatsache, dass ein Rechtsträger auf einem in seinem Eigentum stehenden Grund in Vollziehung der Gesetze handelt, seine nachbarrechtliche Haftung für die vom Verschulden unabhängigen sogenannten Ausgleichsansprüche nicht aus; der Rechtsträger hat unabhängig von seiner öffentlich-rechtlichen Pflicht auch seine Privatpflichten als Grundeigentümer, die Nachbarn nicht zu schädigen, zu wahren.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 21/85
Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 21/85
ImmZ 1986,173 = SZ 59/5
- 1 Ob 19/90
Entscheidungstext OGH 20.06.1990 1 Ob 19/90
Veröff: WoBl 1990,133 = ecolex 1990,604 = JBl 1991,247 (Rummel)
- 1 Ob 278/00i
Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 278/00i
Vgl auch; Beisatz: § 26 Abs 2 WRG statuiert einen verschuldensunabhängigen Ersatzanspruch als Ausgleich für den Entzug von Abwehrrechten. (T1)
- 8 Ob 28/13w
Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 28/13w
- 1 Ob 123/24f
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2024 1 Ob 123/24f
Beisatz: Die nachbarrechtliche Haftung als Gemeinde kann nicht deshalb eingeschränkt sein, weil diese durch eine der allgemeinen Daseinsvorsorge dienende Anlage entstand. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0010622
Zuletzt aktualisiert am
06.12.2024
Dokumentnummer
JJR_19860115_OGH0002_0010OB00021_8500000_002