Rechtssatz RS0011566
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0011566
Entscheidungsdatum
19.11.2014
Rechtssatz
Die im § 476 Z 10 und 11 ABGB aufgezählten verneinenden Hausservituten werden zusammengefaßt auch als "Fensterrecht" bezeichnet.Die im Paragraph 476, Ziffer 10 und 11 ABGB aufgezählten verneinenden Hausservituten werden zusammengefaßt auch als "Fensterrecht" bezeichnet.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 672/80
Entscheidungstext OGH 12.11.1980 1 Ob 672/80
Veröff: EvBl 1981/83 S 268 = NZ 1982,69 = SZ 53/149
- 1 Ob 131/02z
Entscheidungstext OGH 28.01.2003 1 Ob 131/02z
Vgl; Beisatz: Hier: Verpflichtung, die dienenden Grundstücke nicht mit Bäumen zu bepflanzen. (T1)
- 1 Ob 217/10h
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 217/10h
Vgl
- 4 Ob 188/12v
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 188/12v
Vgl; Beisatz: § 364 Abs 3 ABGB sieht lediglich für den Entzug von Luft und Licht durch Bäume oder Pflanzen den Nachbar einschränkende Regeln vor. Diese sind nicht ohne weiters ‑ auch nicht im Wege eines Größenschlusses ‑ auf Gebäude zu übertragen. (T2)
- 6 Ob 129/14k
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
Vgl auch; Beisatz: Die Dienstbarkeit gemäß § 476 Z 10 ABGB, die vielfach als "Fensterrecht" bezeichnet wird, welchen Ausdruck das Gesetz jedoch in § 488 ABGB für das in § 475 Abs 1 Z 3 ABGB angeführte Recht verwendet, ein Fenster in der fremden Wand zu öffnen, verbietet das Bauen und Pflanzen auf den dienenden Grundstücken insofern, als dadurch aus den ungeöffneten Fenstern des untersten Stockwerks des auf dem herrschenden Grundstück befindlichen Hauses der "Anblick des Himmels geschmälert" wird. Dem herrschenden Gebäude darf Licht und Luft nicht "genommen" werden. Es genügt aber, dass vom Erdgeschoss aus zumindest der Himmel gesehen werden kann. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0011566
Zuletzt aktualisiert am
17.02.2015
Dokumentnummer
JJR_19801112_OGH0002_0010OB00672_8000000_001