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Rechtssatz RS0012482

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0012482

Geschäftszahl

6Ob638/76; 1Ob749/83; 6Ob116/99y; 2Ob13/24m

Entscheidungsdatum

25.06.2024

Rechtssatz

Eine Verlesung des Testamentes nach Paragraph 581, ABGB ist auch dann erforderlich, wenn ein sonst des Lesens kundiger Erblasser aus physischen Gründen nicht lesen kann (SZ 5/317).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 638/76
    Entscheidungstext OGH 16.09.1976 6 Ob 638/76
    NZ 1980,28
  • 1 Ob 749/83
    Entscheidungstext OGH 30.11.1983 1 Ob 749/83
    Auch; NZ 1984,104
  • 6 Ob 116/99y
    Entscheidungstext OGH 20.05.1999 6 Ob 116/99y
    Vgl auch; Beisatz: Ob die festgestellte Leseschwäche des Erblassers für die Anwendung der Formvorschrift des § 581 ABGB ausreicht, richtet sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalles und hat keine über diesen hinausgehende Bedeutung. (T1)
  • 2 Ob 13/24m
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 25.06.2024 2 Ob 13/24m
    Beisatz: Die Wortfolge "nicht lesen kann" umfasst auch Fälle "physischer Unfähigkeit". Die Schwächung der Sehkraft muss jedoch eine gewisse Schwere erreichen, die durch Zuhilfenahme einfacher Hilfsmittel (etwa einer Brille oder Kontaktlinsen) nicht mehr ausgeglichen werden kann, um von Leseunfähigkeit ausgehen zu können. (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0012482

Im RIS seit

16.09.1976

Zuletzt aktualisiert am

06.08.2024

Dokumentnummer

JJR_19760916_OGH0002_0060OB00638_7600000_001