Rechtssatz RS0012743
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012743
Geschäftszahl
4Ob534/74; Bsw30814/06
Entscheidungsdatum
18.03.2011
Rechtssatz
Der Wegfall der Rechte aus der letztwilligen Verfügung im Falle einer Eheschließung ist nur bei Vorliegen der vom Gesetz festgelegten Ausnahmetatbestände vorgesehen. Diese Ausnahmen sind aber schon nach allgemeinen Grundsätzen nicht ausdehnend auszulegen. Daher ist das Hfd 23.05.1844, JGS Nr 807 nur bei letztwilligen Zuwendungen an eine Frau, nicht aber bei einer solchen an einen Mann anzuwenden.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 534/74
Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 534/74
Veröff: EvBl 1974/274 S 601 = JBl 1975,94 = NZ 1975,72 = SZ 47/63
- Bsw 30814/06
Entscheidungstext AUSL EGMR 18.03.2011 Bsw 30814/06
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Die Entscheidung darüber, ob Kreuze in Klassenzimmern hängen sollen, fällt im Prinzip in den staatlichen Ermessensspielraum. (Bem: Lautsi gg. Italien [Große Kammer]) (T1)
Veröff: NL 2011,81
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0012743
Zuletzt aktualisiert am
07.01.2013
Dokumentnummer
JJR_19740514_OGH0002_0040OB00534_7400000_004