Rechtssatz RS0012960
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0012960
Entscheidungsdatum
25.02.2021
Rechtssatz
Vom Wert der Schenkung ist bei Berechnung des durch Schenkungen erhöhten Pflichtteiles eine allenfalls zum Todeszeitpunkt bestandene Überschuldung des Nachlasses in Abzug zu bringen (Ablehnung von Kralik - Ehrenzweig, Erbrecht 3.Auflage 305).
Entscheidungstexte
- 1 Ob 525/92
Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 525/92
Veröff: SZ 65/39 = JBl 1992,645 = NZ 1993,12
- 6 Ob 117/02b
Entscheidungstext OGH 11.07.2002 6 Ob 117/02b
Auch
- 7 Ob 220/08s
Entscheidungstext OGH 18.03.2009 7 Ob 220/08s
Beisatz: Bei Überschuldung des Nachlasses kann das sogar zum Untergang des im Rahmen des Schenkungspflichtteils geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs führen (1 Ob 525/92). (T1)
- 6 Ob 54/11a
Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 54/11a
Vgl; Beisatz: Ein überschuldeter Nachlass kann ein Anwendungsfall des § 951 ABGB sein. (T2)
- 7 Ob 248/11p
Entscheidungstext OGH 19.04.2012 7 Ob 248/11p
Beis wie T2
- 2 Ob 8/17s
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 2 Ob 8/17s
Vgl auch
- 2 Ob 91/18y
Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 91/18y
Beisatz: Im Fall einer gemischten Schenkung ist die Überschuldung vom Wert des Schenkungsanteils im Zeitpunkt des Erbanfalls abzuziehen. (T3)
- 2 Ob 150/19a
Entscheidungstext OGH 29.06.2020 2 Ob 150/19a
Beisatz: Ein späterer Forderungsverzicht ist nicht zu berücksichtigen. (T4)
- 2 Ob 124/20d
Entscheidungstext OGH 25.02.2021 2 Ob 124/20d
vgl; Beisatz: Anm: Fortschreibung dieser Rsp zur Rechtslage nach dem ErbRÄG 2015. (T5)
Beisatz: Die Berücksichtigung der Überschuldung folgt aus dem Zweck des Hinzurechnungsrechts, den Berechtigten im Grundsatz so zu stellen, wie er stünde, wenn die pflichtteilswidrige Verfügung unterblieben wäre. (T6)
Anm: Veröff: SZ 2021/17
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0012960
Zuletzt aktualisiert am
27.04.2023
Dokumentnummer
JJR_19920318_OGH0002_0010OB00525_9200000_002