Rechtssatz RS0014120
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014120
Geschäftszahl
2Ob89/64; 2Ob46/65; 1Ob243/68; 1Ob103/72; 4Ob61/72; 1Ob20/74; 6Ob507/78; 4Ob525/78; 4Ob11/79; 8Ob531/79 (8Ob532/79); 2Ob517/80; 6Ob547/80; 1Ob531/81; 5Ob740/81; 1Ob508/82; 1Ob657/82; 5Ob523/83; 1Ob520/84 (1Ob521/84, 1Ob522/84); 6Ob604/83; 1Ob660/84; 3Ob524/84; 7Ob600/89; 3Ob103/20y
Entscheidungsdatum
23.09.2020
Rechtssatz
Bei der Beurteilung des verpflichtenden Stillschweigens ist zwar Zurückhaltung geboten, doch ist seine Deutung als Annahme namentlich dann gerechtfertigt, wenn die Ablehnung durch erkennbar wichtige Interessen des Vorschlagenden, namentlich innerhalb bereits bestehender Rechtsverhältnisse, geboten und ohne ernstliche Behelligung des schweigenden Partners möglich war, wenn ferner die Gegenseite auf die Beantwortung rechnen und bei Ausbleiben der Antwort Grund zur Annahme haben konnte, daß man mit dem Vorschlage einverstanden sei und alles in Ordnung gehe.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 89/64
Entscheidungstext OGH 16.04.1964 2 Ob 89/64
Veröff: SZ 37/59
- 2 Ob 46/65
Entscheidungstext OGH 01.04.1965 2 Ob 46/65
Auch
- 1 Ob 243/68
Entscheidungstext OGH 18.10.1968 1 Ob 243/68
Beisatz: Stillschweigende Bevollmächtigung eines Rechtsanwaltes. (T1)
Veröff: NZ 1969,157
- 1 Ob 103/72
Entscheidungstext OGH 07.06.1972 1 Ob 103/72
Beisatz: Schweigen durch 1 1/4 Jahre zur Abänderung einer
Benützungsregelung. (T2) Veröff: MietSlg 24080
- 4 Ob 61/72
Entscheidungstext OGH 20.10.1972 4 Ob 61/72
Veröff: ZAS 1974,137 ( zust Rummel ) = SozM IA/e,1093
- 1 Ob 20/74
Entscheidungstext OGH 29.03.1974 1 Ob 20/74
- 6 Ob 507/78
Entscheidungstext OGH 06.04.1978 6 Ob 507/78
Beisatz: Saldo-Anerkennung (T3)
- 4 Ob 525/78
Entscheidungstext OGH 05.09.1978 4 Ob 525/78
- 4 Ob 11/79
Entscheidungstext OGH 27.03.1979 4 Ob 11/79
Veröff: Arb 9776 = ZAS 1980,58 ( mit Anm von Buchsbaum )
- 8 Ob 531/79
Entscheidungstext OGH 24.04.1980 8 Ob 531/79
nur: Bei der Beurteilung des verpflichtenden Stillschweigens ist
Zurückhaltung geboten. (T4) Beisatz: Die Annahme einer
Vertragsänderung wird in der Regel nur dann gerechtfertigt sein, wenn
nicht nur lange Übung, sondern auch sonstige Umstände für eine solche
sprechen. (T5)
- 2 Ob 517/80
Entscheidungstext OGH 06.05.1980 2 Ob 517/80
- 6 Ob 547/80
Entscheidungstext OGH 23.06.1980 6 Ob 547/80
- 1 Ob 531/81
Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 531/81
nur: Deutung als Annahme namentlich dann gerechtfertigt, wenn die
Ablehnung durch erkennbar wichtige Interessen des Vorschlagenden,
namentlich innerhalb bereits bestehender Rechtsverhältnisse, geboten
und ohne ernstliche Behelligung des schweigenden Partners möglich
war, wenn ferner die Gegenseite auf die Beantwortung rechnen und bei
Ausbleiben der Antwort Grund zur Annahme haben konnte, daß man mit
dem Vorschlage einverstanden sei und alles in Ordnung gehe. (T6)
Veröff: MietSlg 33140
- 5 Ob 740/81
Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 740/81
nur T6
- 1 Ob 508/82
Entscheidungstext OGH 17.02.1982 1 Ob 508/82
nur T6
- 1 Ob 657/82
Entscheidungstext OGH 15.09.1982 1 Ob 657/82
nur T4
- 5 Ob 523/83
Entscheidungstext OGH 01.03.1983 5 Ob 523/83
Auch; nur T6
- 1 Ob 520/84
Entscheidungstext OGH 02.05.1984 1 Ob 520/84
nur T6
- 6 Ob 604/83
Entscheidungstext OGH 25.05.1984 6 Ob 604/83
Auch; nur T6
- 1 Ob 660/84
Entscheidungstext OGH 19.09.1984 1 Ob 660/84
nur T4; Veröff: SZ 57/142
- 3 Ob 524/84
Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 524/84
- 7 Ob 600/89
Entscheidungstext OGH 15.06.1989 7 Ob 600/89
nur T6
- 3 Ob 103/20y
Entscheidungstext OGH 23.09.2020 3 Ob 103/20y
nur T6; Beisatz: Hier: Angebot, das Honorar für erbrachte (Rechtsanwalts-)Leistungen vorerst nicht abzurechenen (fällig zu stellen). (T7)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0014120
Zuletzt aktualisiert am
30.11.2020
Dokumentnummer
JJR_19640416_OGH0002_0020OB00089_6400000_001