Rechtssatz RS0014269
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014269
Geschäftszahl
8Ob139/69; 6Ob330/71; 7Ob167/72; 5Ob707/81; 7Ob672/83; 10Ob13/20i
Entscheidungsdatum
29.04.2020
Rechtssatz
Hält sich ein Vertragspartner, der wegen eines von dem anderen veranlaßten Irrtums berechtigt wäre, den Vertrag anzufechten, in Kenntnis dieses Irrtums weiter an den Vertrag ( oder steht er trotz der Erklärung vom Vertrag zurückzutreten, weiter dazu ), so verzichtet er damit auf die Geltendmachung des Irrtums ( bzw auf die Aufrechterhaltung der Rücktrittserklärung ).
Entscheidungstexte
- 8 Ob 139/69
Entscheidungstext OGH 07.10.1969 8 Ob 139/69
- 6 Ob 330/71
Entscheidungstext OGH 13.01.1972 6 Ob 330/71
Auch
- 7 Ob 167/72
Entscheidungstext OGH 30.08.1972 7 Ob 167/72
Auch
- 5 Ob 707/81
Entscheidungstext OGH 03.11.1981 5 Ob 707/81
Vgl aber; Beisatz: Dem Käufer ist in einem solchen Fall die Befugnis
einzuräumen, bei Vorliegen der Voraussetzungen die Wirksamkeit seines
schlüssigen Verzichts durch Irrtumsanfechtung zu beseitigen. (T1)
- 7 Ob 672/83
Entscheidungstext OGH 01.09.1983 7 Ob 672/83
Einschränkend; nur: Hält sich ein Vertragspartner, der wegen eines
von dem anderen veranlaßten Irrtums berechtigt wäre, den Vertrag
anzufechten, in Kenntnis dieses Irrtums weiter an den Vertrag, so
verzichtet er damit auf die Geltendmachung des Irrtums. (T2) Beisatz:
Im allgemeinen (T3)
- 10 Ob 13/20i
Entscheidungstext OGH 29.04.2020 10 Ob 13/20i
Vgl; nur T2
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0014269
Zuletzt aktualisiert am
17.07.2020
Dokumentnummer
JJR_19691007_OGH0002_0080OB00139_6900000_001