Rechtssatz RS0014786
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014786
Geschäftszahl
5Ob254/68; 3Ob35/83; 1Ob27/97w; 4Ob11/13s; 2Ob5/23h; 8Ob78/24i
Entscheidungsdatum
24.10.2024
Rechtssatz
Hat jemand den anderen durch List irregeführt, kann er das Geschäft nicht dadurch aufrecht erhalten, dass er es so gelten lässt, wie es der Irrende schließen wollte, wenn er nicht getäuscht worden wäre (Rspr. 1929 Nr. 1).
Entscheidungstexte
- 5 Ob 254/68
Entscheidungstext OGH 29.01.1969 5 Ob 254/68
- 3 Ob 35/83
Entscheidungstext OGH 11.05.1983 3 Ob 35/83
Auch; Beisatz: Zumindest in jenen Fällen, in denen die Erklärung der Anpassung erst hinterher erfolgt. (T1)
- 1 Ob 27/97w
Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 27/97w
Veröff: SZ 70/96
- 4 Ob 11/13s
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 11/13s
Auch
- 2 Ob 5/23h
Entscheidungstext OGH 19.09.2023 2 Ob 5/23h
Anm: Hier: offen gelassen; Diesel-Abgasskandal, Motor EA 189, Thermofenster, Umschaltlogik
- 8 Ob 78/24i
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 24.10.2024 8 Ob 78/24i
Beisatz: Will der Getäuschte aber am Vertrag festhalten, kann aber auch der listig Irreführende durch eine Klaglosstellung eine vom Getäuschten angestrebte Vertragsanpassung (durch angemessene Vergütung oder Schadenersatz gemäß § 872 bzw § 874 ABGB) hintanhalten; er muss dafür das Rechtsgeschäft nur so gegen sich gelten lassen, wie es der Getäuschte abzuschließen vermeinte. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0014786
Zuletzt aktualisiert am
03.12.2024
Dokumentnummer
JJR_19690129_OGH0002_0050OB00254_6800000_001