Rechtssatz RS0014840
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0014840
Entscheidungsdatum
24.08.2017
Rechtssatz
Die Anfechtung eines Vertrages wegen ungerechter und gegründeter Furcht setzt voraus, dass die diesen Anfechtungsanspruch begründende Drohung ursächlich sein muss, dass sie also Ursache, zumindest Mitursache für die Willenserklärung des Bedrohten sein muss, dass es sich um eine ungerechte Drohung handeln muss und dass die dadurch veranlasste Furcht des Bedrohten gegründet sein muss.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 544/77
Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 544/77
- 1 Ob 581/78
Entscheidungstext OGH 12.04.1978 1 Ob 581/78
- 1 Ob 624/87
Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 624/87
nur: Die Anfechtung eines Vertrages wegen ungerechter und gegründeter Furcht setzt voraus, dass die diesen Anfechtungsanspruch begründende Drohung ursächlich sein muss, dass sie also Ursache für die Willenserklärung des Bedrohten sein muss. (T1)
- 6 Ob 518/88
Entscheidungstext OGH 14.04.1988 6 Ob 518/88
nur T1; Beisatz: Wunsch des Beklagten, eine Sache übertragen zu bekommen, allein noch kein rechtswidriger Zwang, auch wenn dadurch der Wille des Klägers beeinflusst worden sein mag. (T2)
- 9 ObA 239/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1995 9 ObA 239/94
Auch; nur: Dass die dadurch veranlasste Furcht des Bedrohten gegründet sein muss. (T3)
Beisatz: § 48 ASGG (T4)
- 5 Ob 161/15k
Entscheidungstext OGH 22.03.2016 5 Ob 161/15k
- 8 Ob 82/17t
Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 82/17t
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0014840
Zuletzt aktualisiert am
21.09.2017
Dokumentnummer
JJR_19770330_OGH0002_0010OB00544_7700000_002