Rechtssatz RS0017727
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0017727
Geschäftszahl
3Ob105/73; 6Ob202/73; 6Ob579/80; 5Ob677/82; 8Ob1003/95; 4Ob113/06f
Entscheidungsdatum
20.06.2006
Rechtssatz
Die vereinbarte Abstandszahlung ist als Vertragsstrafe anzusehen (vgl SZ 38/208), die auch für den Fall unverschuldeter Nichterfüllung bedungen werden kann (vgl EvBl 1961/362). Es handelt sich um eine unechte Vertragsstrafe, da bei einverständlicher Aufhebung des Vertrages der Erfüllungsanspruch ausgeschlossen ist (Wolff bei Klang 2. Auflage, VI Band 188). Die Bestimmung des § 1336 ABGB ist analog anzuwenden.Die vereinbarte Abstandszahlung ist als Vertragsstrafe anzusehen vergleiche SZ 38/208), die auch für den Fall unverschuldeter Nichterfüllung bedungen werden kann vergleiche EvBl 1961/362). Es handelt sich um eine unechte Vertragsstrafe, da bei einverständlicher Aufhebung des Vertrages der Erfüllungsanspruch ausgeschlossen ist (Wolff bei Klang 2. Auflage, römisch sechs Band 188). Die Bestimmung des Paragraph 1336, ABGB ist analog anzuwenden.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 105/73
Entscheidungstext OGH 19.06.1973 3 Ob 105/73
Veröff: JBl 1974,368
- 6 Ob 202/73
Entscheidungstext OGH 30.10.1973 6 Ob 202/73
Auch; Veröff: RZ 1974/42 S 82
- 6 Ob 579/80
Entscheidungstext OGH 08.05.1980 6 Ob 579/80
Auch
- 5 Ob 677/82
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 677/82
Auch; Beisatz: KFZ - Leasing (T1)
- 8 Ob 1003/95
Entscheidungstext OGH 30.03.1995 8 Ob 1003/95
Auch
- 4 Ob 113/06f
Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 113/06f
Auch; Beisatz: Die „unechte" Vertragsstrafe unterscheidet sich von der „echten" Vertragsstrafe nur dadurch, dass ein Erfüllungsanspruch ausgeschlossen ist. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0017727
Dokumentnummer
JJR_19730619_OGH0002_0030OB00105_7300000_002