Rechtssatz RS0018517
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0018517
Geschäftszahl
7Ob41/66; 5Ob552/81 (5Ob553/81); 6Ob623/87; 6Ob113/09z; 8Ob114/23g
Entscheidungsdatum
15.02.2024
Rechtssatz
Beim Werkvertrag ist für die Beurteilung, ob die Mängel in die Augen fallen, naturgemäß nicht der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, sondern der der Ablieferung des Werkes maßgebend. Der Besteller kann sich aber seine Haftungsansprüche auch für solche Mängel dadurch sichern, dass er sich bei der Übernahme deren Geltendmachung vorbehält. Er braucht nicht die Übernahme des Werkes abzulehnen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 41/66
Entscheidungstext OGH 23.02.1966 7 Ob 41/66
Veröff: EvBl 1966/236 S 293 = JBl 1966,315
- 5 Ob 552/81
Entscheidungstext OGH 28.04.1981 5 Ob 552/81
- 6 Ob 623/87
Entscheidungstext OGH 02.07.1987 6 Ob 623/87
Vgl; Veröff: WBl 1987,312
- 6 Ob 113/09z
Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 113/09z
Auch; Beisatz: Ist das Werk erst in der Zukunft herzustellen, können künftige, in die Augen fallende Mängel bei der Vertragsgestaltung noch nicht berücksichtigt werden, sodass der Zweck des Gewährleistungsausschlusses für offenkundige Mängel nicht greift. (T1); Bem: Hier: Die Frage der Anwendbarkeit des § 928 ABGB auch für Werkverträge wurde ausdrücklich offen gelassen. (T2)
- 8 Ob 114/23g
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 15.02.2024 8 Ob 114/23g
Beisatz: Für die Beurteilung, ob Mängel eines Werks offensichtlich sind, ist der Zeitpunkt der Ablieferung maßgebend. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0018517
Zuletzt aktualisiert am
15.04.2024
Dokumentnummer
JJR_19660223_OGH0002_0070OB00041_6600000_001