Rechtstracker.at
Rechtssatz RS0019970×

Rechtssatz RS0019970

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0019970

Entscheidungsdatum

11.05.2011

Rechtssatz

Eine vom Gemeinschuldner vor Konkurseröffnung erteilte, bis zur Konkurseröffnung nicht angenommene (Paragraph 1024, Absatz eins, ABGB) Anweisung, wird durch die Konkurseröffnung unwirksam. Befolgt der Angewiesene nach der Konkurseröffnung eine bis dahin nicht angenommene Anweisung auf Schuld, zahlt er mit Wirkung für die Konkursmasse nur, wenn ihm die Konkurseröffnung ohne sein Verschulden unbekannt geblieben, oder die Zahlung der Konkursmasse zugutegekommen ist. Mangels Vorliegen dieser Ausnahme wird der Angewiesene gemäß Paragraph 3, Absatz 2, KO von seiner Verbindlichkeit nicht befreit, es steht ihm (nicht dem Anweisenden) ein Bereicherungsanspruch gegen den Anweisungsempfänger zu.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 535/93
    Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 535/93
  • 3 Ob 515/95
    Entscheidungstext OGH 14.06.1995 3 Ob 515/95
    Veröff: SZ 68/114
  • 2 Ob 576/95
    Entscheidungstext OGH 24.04.1997 2 Ob 576/95
    Veröff: SZ 70/80
  • 2 Ob 331/98k
    Entscheidungstext OGH 17.12.1998 2 Ob 331/98k
    Auch
  • 3 Ob 62/11f
    Entscheidungstext OGH 11.05.2011 3 Ob 62/11f
    Vgl; nur: Eine vom Gemeinschuldner vor Konkurseröffnung erteilte, bis zur Konkurseröffnung nicht angenommene (§ 1024 Abs 1 ABGB) Anweisung, wird durch die Konkurseröffnung unwirksam. (T1)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0019970

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.07.2011

Dokumentnummer

JJR_19930825_OGH0002_0010OB00535_9300000_001