Rechtssatz RS0020556
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0020556
Geschäftszahl
7Ob63/65; 1Ob154/72; 3Ob82/74; 6Ob742/77; 6Ob530/78; 4Ob569/78; 8Ob562/93; 5Ob521/95; 1Ob2342/96k
Entscheidungsdatum
15.12.1997
Rechtssatz
Die Vereinbarung, wonach jemand gegen eine einmalige Geldleistung eine Wohnung auf Lebenszeit mietet, ist ein Glücksvertrag im Sinne der §§ 1267 ff ABGB. Gemäß § 1268 ABGB ist die Anfechtung eines solchen Vertrages wegen Verletzung über die Hälfte ausgeschlossen.Die Vereinbarung, wonach jemand gegen eine einmalige Geldleistung eine Wohnung auf Lebenszeit mietet, ist ein Glücksvertrag im Sinne der Paragraphen 1267, ff ABGB. Gemäß Paragraph 1268, ABGB ist die Anfechtung eines solchen Vertrages wegen Verletzung über die Hälfte ausgeschlossen.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 63/65
Entscheidungstext OGH 17.03.1965 7 Ob 63/65
Veröff: MietSlg 17235
- 1 Ob 154/72
Entscheidungstext OGH 05.07.1972 1 Ob 154/72
Beisatz: Vertrag bleibt aber in seinem Wesen Bestandvertrag. (T1) Veröff: MietSlg 21121/10 = JBl 1973,259
- 3 Ob 82/74
Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 82/74
Beis wie T1
- 6 Ob 742/77
Entscheidungstext OGH 10.11.1977 6 Ob 742/77
Auch; Beisatz: Partner - Vermittlungsverträge des "Europäischen Partner - Ringes". (T2) Veröff: EvBl 1978/111 S 320 = SZ 50/144
- 6 Ob 530/78
Entscheidungstext OGH 02.03.1978 6 Ob 530/78
Auch; Beisatz: Überlassung einer Rechtsanwaltskanzlei gegen lebenslängliche Rentenleistungen usw. (T3)
- 4 Ob 569/78
Entscheidungstext OGH 24.10.1978 4 Ob 569/78
- 8 Ob 562/93
Entscheidungstext OGH 24.06.1993 8 Ob 562/93
Auch
- 5 Ob 521/95
Entscheidungstext OGH 04.07.1995 5 Ob 521/95
Vgl auch; Beisatz: Dem Institut der laesio enormis ist insofern auch ein subjektives Tatbestandsmerkmal eigen ist, als es um die Unkenntnis des wahren Wertes der Sache (hier der Übergabsliegenschaft) geht; dies spricht für die Möglichkeit, den Irrtum über den wahren Wert der Übergabsliegenschaft im Rahmen der laesio enormis aufzugreifen. Liegt ein Irrtum der Vertragspartner des Leibrentenvertrages in der Bewertung der Übergabsliegenschaft vor, dann kann folglich unter Zugrundelegung des maximal erreichbaren Lebensalters der Übergeberin laesio enormis geltend gemacht werden, wenn es sich um einen krassen Wertirrtum im Sinne des § 934 ABGB handelt (zugleich Auseinandersetzung mit Krejcis Ausführungen in Rummel 2.Auflage II, §§ 1267 - 1274 Rdz 85). (T4)
- 1 Ob 2342/96k
Entscheidungstext OGH 15.12.1997 1 Ob 2342/96k
Auch; Beisatz: Übergabsvertrag (T5)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0020556
Dokumentnummer
JJR_19650317_OGH0002_0070OB00063_6500000_001