Rechtssatz RS0021153
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0021153
Geschäftszahl
6Ob781/82; 6Ob782/82; 6Ob783/82; 6Ob797/82; 15Os88/88; 7Ob583/91; 6Ob218/01d
Entscheidungsdatum
13.09.2001
Rechtssatz
Durch den mit dem Abbruchbescheid - wenn auch nicht ausdrücklich - erfolgten Widerruf der Benützungsbewilligung wird die Rechtslage gestaltet, der Abbruchbescheid ist daher (auch) als rechtsgestaltender Bescheid anzunehmen. Die Bindung an einen rechtsgestaltenden Bescheid folgt daraus, daß der Richter die durch den gestaltenden Verwaltungsakt geschaffene (veränderte) Rechtslage grundsätzlich zur Grundlage seiner Entscheidung machen muß. Der Richter kann aus der Tatsache, daß ein wirksamer rechtsgestaltender Verwaltungsakt ergangen ist, nur die vom Gesetz daran geknüpfte Rechtsfolge, nämlich die erfolgte Veränderung der Rechtslage, ableiten. Die Rechtsgestaltungswirkung wird auch in der österreichischen Lehre als Grund der Bindung hervorgehoben.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 781/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 6 Ob 781/82
Veröff: MietSlg 34242 = MietSlg 34256 = MietSlg 34730 = MietSlg 34502(31) = EvBl 1983/76 S 299
- 6 Ob 782/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 6 Ob 782/82
- 6 Ob 783/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 6 Ob 783/82
- 6 Ob 797/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 6 Ob 797/82
- 15 Os 88/88
Entscheidungstext OGH 04.10.1988 15 Os 88/88
Vgl auch; Veröff: RZ 1989/10 S 46
- 7 Ob 583/91
Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 583/91
- 6 Ob 218/01d
Entscheidungstext OGH 13.09.2001 6 Ob 218/01d
Vgl auch; Beisatz: Die Gerichte sind an deklarative Bescheide nicht gebunden. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0021153
Dokumentnummer
JJR_19821021_OGH0002_0060OB00781_8200000_001