Rechtssatz RS0021741
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0021741
Entscheidungsdatum
19.05.2005
Rechtssatz
Die Warnpflicht des Unternehmers dem Besteller gegenüber besteht auch dann, wenn sich erst im Zuge der Arbeit herausstellt, daß ein zunächst unbekannter Fehler tatsächlich vorliegt. Der Unternehmer muß alle Maßnahmen treffen, um den Fehler unwirksam zu machen oder, wenn dies besondere Kosten verursacht oder nicht aussichtsreich ist, den Besteller von dem Fehler und dessen Folgen in Kenntnis setzen. Dem Besteller bleibt es überlassen, von der Ausführung des Werkes abzusehen, seine Anweisungen abzuändern oder zurückzuziehen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 2/74
Entscheidungstext OGH 30.01.1974 5 Ob 2/74
Veröff: EvBl 1974/195 S 437
- 3 Ob 120/75
Entscheidungstext OGH 30.09.1975 3 Ob 120/75
- 1 Ob 522/79
Entscheidungstext OGH 31.01.1979 1 Ob 522/79
Veröff: SZ 52/15
- 8 Ob 516/79
Entscheidungstext OGH 18.10.1979 8 Ob 516/79
nur: Die Warnpflicht des Unternehmers dem Besteller gegenüber besteht auch dann, wenn sich erst im Zuge der Arbeit herausstellt, daß ein zunächst unbekannter Fehler tatsächlich vorliegt. (T1)
- 7 Ob 596/81
Entscheidungstext OGH 17.09.1981 7 Ob 596/81
nur T1; Veröff: SZ 54/128 = EvBl 1982/2 S 14 = JBl 1982,603
- 1 Ob 42/86
Entscheidungstext OGH 27.04.1987 1 Ob 42/86
nur T1; Veröff: WBl 1987,219
- 7 Ob 628/93
Entscheidungstext OGH 21.12.1993 7 Ob 628/93
nur T1
- 6 Ob 274/04v
Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 274/04v
Beisatz: Hier: Bodenbeschaffenheit eines Baugrundes. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0021741
Dokumentnummer
JJR_19740130_OGH0002_0050OB00002_7400000_002