Rechtssatz RS0033031
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0033031
Geschäftszahl
2Ob53/50; 7Ob187/68; 1Ob343/71; 3Ob169/75; 4Ob3/88; 8Ob2334/96k; 6Ob165/05s
Entscheidungsdatum
25.08.2005
Rechtssatz
Der nachträgliche Verzicht auf die Einrede des Zwangsausgleiches ist zulässig. Läßt sich der Schuldner zum Versprechen der Erfüllung einer - ursprünglich klagbaren - Naturalobligation herbei, so liegt der Rechtsgrund dieses Anerkenntnisses in dem ursprünglichen Rechtsgeschäft.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 53/50
Entscheidungstext OGH 01.02.1950 2 Ob 53/50
Veröff: JBl 1950,342
- 7 Ob 187/68
Entscheidungstext OGH 16.10.1968 7 Ob 187/68
Vgl; Beisatz: Durch Bestätigung des Zwangsausgleiches und dessen Erfüllung wird der Schuldner von der Verbindlichkeit befreit, dem Gläubiger den Ausfall nachträglich zu ersetzen. Das bedeutet nicht, daß diese Schuld überhaupt nicht besteht, wohl aber, daß sie zu einer unvollkommenen, also unklagbaren, nicht erzwingbaren und unaufrechenbaren Verbindlichkeit geworden ist. (T1) Veröff: EvBl 1969/177 S 267
- 1 Ob 343/71
Entscheidungstext OGH 19.01.1972 1 Ob 343/71
Vgl; Beis wie T1; Veröff: EvBl 1972/208 S 402 = SZ 45/5 = JBl 1973,38
- 3 Ob 169/75
Entscheidungstext OGH 23.09.1975 3 Ob 169/75
Vgl; Beis wie T1
- 4 Ob 3/88
Entscheidungstext OGH 12.01.1988 4 Ob 3/88
Auch; Veröff: ÖBl 1989,144
- 8 Ob 2334/96k
Entscheidungstext OGH 27.11.1997 8 Ob 2334/96k
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/253
- 6 Ob 165/05s
Entscheidungstext OGH 25.08.2005 6 Ob 165/05s
Auch; Beisatz: Nach Erfüllung des Ausgleichs oder Zwangsausgleichs bleibt der nicht bezahlte Schuldenrest als Naturalobligation bestehen (§ 1432 ABGB). Der Gläubiger kann nicht klagen oder verrechnen. Der Schuldner kann aber bezahlen oder volle Zahlung versprechen und auf die Unklagbarkeit verzichten. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0033031
Dokumentnummer
JJR_19500201_OGH0002_0020OB00053_5000000_001