Rechtssatz RS0034691
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0034691
Entscheidungsdatum
19.05.2026
Rechtssatz
In allen Fällen, wo der Kläger auf Grund einer gesetzlich oder auch nur richterlich normierten Pflicht zur Vornahme einer zur Fortsetzung des Prozesses erforderlichen Handlung gehalten ist, ist ihm im Interesse einer zügigen Prozessführung nur eine wesentlich kürzere Zeit der Untätigkeit zuzubilligen, als in den Fällen, in denen er beim säumigen Gericht die Vornahme der ausstehenden Prozesshandlungen zu betreiben und zu unterlassen hat.
Entscheidungstexte
- 3 Ob 560/91
Entscheidungstext OGH 13.11.1991 3 Ob 560/91
Veröff: SZ 64/156 = EvBl 1992/34 S 164 = RZ 1993/67 S 177
- 4 Ob 191/10g
Entscheidungstext OGH 23.03.2011 4 Ob 191/10g
Vgl auch; Veröff: SZ 2011/35
- 3 Ob 39/12z
Entscheidungstext OGH 14.03.2012 3 Ob 39/12z
Vgl auch
- 3 Ob 95/14p
Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 95/14p
Auch
- 1 Ob 13/15s
Entscheidungstext OGH 03.03.2015 1 Ob 13/15s
- 1 Ob 91/20v
Entscheidungstext OGH 24.06.2020 1 Ob 91/20v
- 5 Ob 204/25y
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 19.05.2026 5 Ob 204/25y
vgl; Beisatz: Spricht das Gericht aus, dass eine Verfahrensfortsetzung nur über Antrag einer Partei erfolgt, wird ein wesentlich kürzerer Zeitraum der Untätigkeit zuzubilligen sein, als in jenen Fällen, in denen beim säumigen Gericht die Vornahme dieser ausstehenden Prozesshandlung zu betreiben wäre. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0034691
Zuletzt aktualisiert am
25.09.2026
Dokumentnummer
JJR_19911113_OGH0002_0030OB00560_9100000_002