Rechtssatz RS0034938
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0034938
Geschäftszahl
7Ob133/57; 6Ob117/59; 1Ob222/56; 7Ob310/62; 1Ob63/63; 9Ob2/16h
Entscheidungsdatum
29.03.2016
Norm
EGZPO ArtIV Z5
WinkelschreibereiV §1 litb
Rechtssatz
Winkelschreiberei ist kein fortgesetztes Delikt.
Entscheidungstexte
- 7 Ob 133/57
Entscheidungstext OGH 02.04.1958 7 Ob 133/57
Veröff: JBl 1958,628
- 6 Ob 117/59
Entscheidungstext OGH 22.04.1959 6 Ob 117/59
- 1 Ob 222/56
Entscheidungstext OGH 25.04.1956 1 Ob 222/56
Vgl auch; Beisatz: Winkelschreibereitätigkeit eines Sekretärs der Mietervereinigung (gewinnsüchtige Absicht). (T1)
- 7 Ob 310/62
Entscheidungstext OGH 06.02.1963 7 Ob 310/62
Vgl auch; Beisatz: Wird die Winkelschreiberei für dieselbe Person in einer und derselben Rechtsangelegenheit durch längere Zeit ausgeübt, so tritt Verjährung der Strafbarkeit der gesamten Tätigkeit nicht ein, wenn noch einzelne Vertretungshandlungen später als drei Monate vor der ersten Verfolgungshandlung unternommen wurden. (T2)
- 1 Ob 63/63
Entscheidungstext OGH 10.07.1963 1 Ob 63/63
- 9 Ob 2/16h
Entscheidungstext OGH 29.03.2016 9 Ob 2/16h
Beisatz: Die Winkelschreiberei‑Verordnung kennt kein fortgesetztes Delikt. Ein zusammengehöriges Tatverhalten (wie hier die Vertretung von einzelnen Parteien in bestimmten Gerichtsverfahren) ist jedoch einheitlich zu beurteilen, weshalb die Verjährung erst mit dem Ende der jeweiligen Tätigkeit beginnt. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0034938
Zuletzt aktualisiert am
02.05.2016
Dokumentnummer
JJR_19580402_OGH0002_0070OB00133_5700000_001