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Rechtssatz RS0035728

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0035728

Entscheidungsdatum

26.03.2026

Rechtssatz

Die Rechtsverfolgung von einer und gegen eine Personenmehrheit, die eine einheitliche Streitpartei bildet, vor einem Schiedsgericht setzt voraus, dass in Ansehung aller Mitglieder der einheitlichen Streitpartei eine wirksame Schiedsgerichtsvereinbarung vorliegt.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 1512/88
    Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 1512/88
  • 6 Ob 67/02z
    Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 67/02z
  • 2 Ob 53/04i
    Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 53/04i
  • 7 Ob 103/10p
    Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 103/10p
    Beisatz: Hier: Syndikatsvertrag. Die materiell‑rechtliche Frage der Beteiligung aller Gesellschafter am Schiedsverfahren im Sinn des § 14 ZPO hat das Gericht nicht zu prüfen. (T1)
  • 4 Ob 200/25b
    Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 26.03.2026 4 Ob 200/25b
    Beisatz: Liegen bei einem Rechtsstreit mit mehreren Parteien einer Schiedsvereinbarung die Voraussetzungen einer einheitlichen Streitpartei vor, und ist die Schiedsvereinbarung wegen Form- und oder Vollmachtsmängeln in Ansehung eines dieser Streitgenossen unwirksam, schlägt diese Unwirksamkeit auch auf die anderen Parteien der Schiedsvereinbarung mit der Wirkung durch, dass ein angerufenes ordentliches Gericht (wegen der unwirksamen Schiedsvereinbarung) hinsichtlich aller Streitgenossen der ordentlichen Streitpartei sachlich zuständig ist (vgl bereits 6 Ob 67/02z zu Ansprüchen von Gesellschaftern einer GesbR). (T2)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0035728

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.07.2026

Dokumentnummer

JJR_19880324_OGH0002_0060OB01512_8800000_002