Rechtssatz RS0036711
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0036711
Entscheidungsdatum
22.10.2015
Rechtssatz
Zeugen sind im Verfahren mündlich zu vernehmen; schriftliche Zeugenaussagen sind dem österreichischen Recht fremd. Schriftliche Zeugenaussagen laufen sowohl dem Grundsatz der Unmittelbarkeit als auch dem Gebot der Mündlichkeit zuwider und sind somit als Beweismittel unzulässig.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 28/86
Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 28/86
Veröff: SZ 59/93 = EvBl 1987/1 S 14 = JBl 1986,583
- 10 Ob 127/00z
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 127/00z
Auch; Beisatz: Schriftliche Zeugenaussagen sind auch im Verfahren auf Grund einer Wiederaufnahmsklage unzulässig. (T1)
- 3 Ob 235/01g
Entscheidungstext OGH 29.01.2003 3 Ob 235/01g
Auch; nur: Zeugen sind im Verfahren mündlich zu vernehmen; schriftliche Zeugenaussagen sind dem österreichischen Recht fremd. (T2)
Beisatz: Ihre Zulassung und Verwertung bildet eine erhebliche Verletzung eines Verfahrensgesetzes. (T3)
- 9 Ob 106/03h
Entscheidungstext OGH 08.10.2003 9 Ob 106/03h
- 10 Ob 37/15m
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 37/15m
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
- 1 Ob 39/15i
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 39/15i
Vgl; Beisatz: Hier zur Frage der Verwertbarkeit eines Prüfberichts der OeNB. (T4); Veröff: SZ 2015/115
Schlagworte
sachliche Unmittelbarkeit
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0036711
Zuletzt aktualisiert am
18.04.2018
Dokumentnummer
JJR_19860528_OGH0002_0010OB00028_8600000_001