Rechtssatz RS0037214
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0037214
Entscheidungsdatum
10.03.2008
Rechtssatz
Die Anfechtung wegen Irrtums ist stets gegen den Vertragspartner (bzw dessen Gesamtrechtsnachfolger) zu richten; das gilt selbst dann, wenn der Vertragspartner die Rechte aus dem Vertrag an einen Dritten übertragen hat.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 551/94
Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 551/94
Veröff: SZ 67/136
- 10 Ob 8/08m
Entscheidungstext OGH 10.03.2008 10 Ob 8/08m
Beisatz: Hat der Vertragspartner seine Rechte aus dem Vertrag an Dritte weiter veräußert, so kann der vom Willensmangel Betroffene die Sache dem Dritten erst nach erfolgreicher Anfechtung des Vertrags mit seinem Partner abfordern. (T1); Beisatz: Hier: Anfechtung eines Erbteilungsübereinkommens wegen listiger Irreführung (§ 870 ABGB) beziehungsweise wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 879 Abs 1 ABGB. (T2)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037214
Dokumentnummer
JJR_19940829_OGH0002_0010OB00551_9400000_002