Rechtssatz RS0037951
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0037951
Geschäftszahl
1Ob110/52; 2Ob349/52; 2Ob956/53; 2Ob174/55; 2Ob108/56; 6Ob30/62 (6Ob31/62); 1Ob197/99y
Entscheidungsdatum
22.02.2000
Norm
ABGB §988
ABGB §1266
FamiliengläubigerG 1923 §6
Rechtssatz
Bei der Scheidung werden die Ehepakte es nunc aufgelöst. Wer Geld in die Gütergemeinschaft eingebracht hat, dem gebührt hiebei ein Betrag, der sich zum jetzigen Wert des Gütergemeinschaftsvermögens so verhält, wie seinerzeit das eingebrachte Geld zum damaligen Wert des Gütergemeinschaftsvermögens. Eine analoge Anwendung des Familiengläubigergesetzes ist unmöglich.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 110/52
Entscheidungstext OGH 02.07.1952 1 Ob 110/52
Veröff: JBl 1953,237 = SZ 25/182 = EvBl 1952/300 S 467
- 2 Ob 349/52
Entscheidungstext OGH 30.07.1952 2 Ob 349/52
Vgl; Beisatz: Jedoch ohne Erörterung der Anwendbarkeit des Familiengläubigergesetzes. (T1)
- 2 Ob 956/53
Entscheidungstext OGH 23.12.1953 2 Ob 956/53
- 2 Ob 174/55
Entscheidungstext OGH 23.03.1955 2 Ob 174/55
- 2 Ob 108/56
Entscheidungstext OGH 07.03.1956 2 Ob 108/56
Beisatz: Bewertung des Ausgedinges der Mutter der Beklagten bei der Auseinandersetzung. (T2)
- 6 Ob 30/62
Entscheidungstext OGH 18.01.1962 6 Ob 30/62
Auch; Veröff: SZ 35/10
- 1 Ob 197/99y
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 197/99y
Vgl; Beisatz: In jenen Fällen, in welchen die Wertsteigerung des Gemeinschaftsguts nur aus der Sache selbst, also etwa infolge Änderung der Marktpreise, entstanden ist und nicht in Arbeitsleistungen oder Investitionen der Ehegatten seine Ursache hat, ist die Aufteilung nach dem Verhältnis des Wertes der Sachen im Einbringungszeitpunkt vorzunehmen. (T3); Veröff: SZ 73/31
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0037951
Zuletzt aktualisiert am
04.05.2017
Dokumentnummer
JJR_19520702_OGH0002_0010OB00110_5200000_001