Rechtssatz RS0038233
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0038233
Entscheidungsdatum
31.08.2022
Norm
ABGB §472
ABGB §480
GSGG 1967 §1 Abs1
GSGG allg
Rechtssatz
Zur landwirtschaftlichen Bringung sehen das GSGG und die Ausführungsgesetze der Länder (hier NÖ GSLG 1973) vor, dass die Agrarbehörde zur verkehrsmäßigen Erschließung von landwirtschaftlichem und forstwirtschaftlichem Boden Berechtigung zur Inanspruchnahme von fremden Grund begründen kann (sogenannte "Bringungsrechte"). Es handelt sich dabei um öffentlich - rechtlich begründete Servituten.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 18/93
Entscheidungstext OGH 21.09.1993 1 Ob 18/93
- 6 Ob 610/95
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 6 Ob 610/95
- 5 Ob 120/08w
Entscheidungstext OGH 23.09.2008 5 Ob 120/08w
Ähnlich; Beisatz: Bringungsrechten (nach dem GSGG 1967) wird eine gewisse Doppelnatur zugeschrieben. Ihrer Rechtsnatur nach gehören sie zum öffentlichen Recht, während sie insbesondere hinsichtlich der Art ihrer Ausübung ein Naheverhältnis zu den Dienstbarkeiten aufweisen. Die auf Bescheid beruhende Einräumung eines Bringungsrechts hat dingliche Wirkung. Wird ein Bringungsrecht mit einem Parteiübereinkommen begründet, so liegt insoweit eine privatrechtliche Vereinbarung vor, die jedoch durch deren behördliche Genehmigung (auch) ins öffentliche Recht „transformiert" wird. (T1); Bem: Mit Darstellung der Rechtsentwicklung seit dem GSGG 1951. (T2)
- 10 Ob 21/19i
Entscheidungstext OGH 15.10.2019 10 Ob 21/19i
Vgl; Beis wie T1
- 9 Ob 64/22k
Entscheidungstext OGH 31.08.2022 9 Ob 64/22k
Vgl; Beis wie T1
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0038233
Zuletzt aktualisiert am
12.10.2022
Dokumentnummer
JJR_19930921_OGH0002_0010OB00018_9300000_001