Rechtssatz RS0038715
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0038715
Entscheidungsdatum
22.04.1999
Rechtssatz
Der Rechtsanwalt hat seinen Klienten nur über jene Umstände zu belehren, von denen er annehmen muß, sie seien diesem unbekannt. Die Belehrungspflicht entfällt dann, wenn der Rechtsanwalt mit Grund, insbesonders im Hinblick auf die Vorbildung der Partei, annehmen kann, daß sie die Rechtslage vollständig erfaßt hat. Ein juristischer Laie ist eingehender zu belehren als ein Fackkundiger.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 557/87
Entscheidungstext OGH 20.10.1987 4 Ob 557/87
- 6 Ob 740/87
Entscheidungstext OGH 24.03.1988 6 Ob 740/87
Vgl auch; Beisatz: Der Rechtsanwalt muß auch bestrebt sein, den Mandanten zur Ermittlung des maßgeblichen Sachverhalts zu befragen, weil keineswegs erwartet werden darf, daß der juristische Laie die relevanten Umstände von sich aus mitteilt. (T1)
- 1 Ob 516/89
Entscheidungstext OGH 01.03.1989 1 Ob 516/89
Veröff: RdW 1989,220 = AnwBl 1990,49
- 6 Ob 288/98s
Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 288/98s
Vgl auch
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0038715
Dokumentnummer
JJR_19871020_OGH0002_0040OB00557_8700000_001