Rechtssatz RS0038824
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0038824
Geschäftszahl
2Ob232/72; 4Ob30/73; 7Ob89/14k
Entscheidungsdatum
04.06.2014
Rechtssatz
Eine ausdrückliche Beschränkung des Feststellungsanspruches im Direktprozeß auf nicht auf Sozialversicherungsträger übergegangene Schadenersatzanspüche ist überflüssig.
Entscheidungstexte
- 2 Ob 232/72
Entscheidungstext OGH 11.01.1973 2 Ob 232/72
- 4 Ob 30/73
Entscheidungstext OGH 05.06.1973 4 Ob 30/73
Veröff: ZAS 1974,59 = Arb 9123 = SozM IA/e,1066
- 7 Ob 89/14k
Entscheidungstext OGH 04.06.2014 7 Ob 89/14k
Beisatz: Nach der nunmehr ständigen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs ist die Vorteilsausgleichung, so auch die Berücksichtigung des Quotenvorrechts des Sozialversicherungsträgers eine Methode der Schadensberechung. Der Einwand des Vorteilsausgleichs (des Quotenvorrechts des Sozialversicherungsträgers) ist nicht im Verfahren über den Grund des Anspruchs und damit auch nicht im Verfahren über die Feststellung einer Ersatzpflicht für künftige Schäden zu behandeln, sondern im Verfahren über die Anspruchshöhe.
Die Berücksichtigung des Quotenvorrechts des Sozialversicherungsträgers ist daher auch nicht im Spruch des Feststellungsurteils zum Ausdruck zu bringen. (T1)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0038824
Zuletzt aktualisiert am
15.04.2019
Dokumentnummer
JJR_19730111_OGH0002_0020OB00232_7200000_002