Rechtssatz RS0040118
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0040118
Entscheidungsdatum
28.01.2026
Rechtssatz
Wenn das Erstgericht in seinen Feststellungen von einer Außerstreitstellung abweicht, kann dieser Verstoß gegen § 266 Abs 1 ZPO vom Berufungsgericht nur im Falle einer ausdrücklichen Rüge wahrgenommen werden. Wird hingegen nur der Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung geltend gemacht, so ist von den Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes auszugehen, und zwar auch insoweit, als ihnen von einer Partei zugestandene Tatsachen entgegenstehen.Wenn das Erstgericht in seinen Feststellungen von einer Außerstreitstellung abweicht, kann dieser Verstoß gegen Paragraph 266, Absatz eins, ZPO vom Berufungsgericht nur im Falle einer ausdrücklichen Rüge wahrgenommen werden. Wird hingegen nur der Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung geltend gemacht, so ist von den Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes auszugehen, und zwar auch insoweit, als ihnen von einer Partei zugestandene Tatsachen entgegenstehen.
Entscheidungstexte
- 5 Ob 683/82
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 683/82
- 2 Ob 174/83
Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 174/83
Vgl
- 1 Ob 587/93
Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 587/93
Vgl auch; Beisatz: Wird eine Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens infolge Abgehens vom Tatsachengeständnis nicht geltend gemacht, dann muss das Berufungsgericht von den vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen ausgehen. (T1)
- 8 ObA 353/97p
Entscheidungstext OGH 30.03.1998 8 ObA 353/97p
Beis wie T1
- 6 Ob 255/10h
Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 255/10h
Vgl
- 3 Ob 248/10g
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 248/10g
- 17 Ob 1/11p
Entscheidungstext OGH 23.03.2011 17 Ob 1/11p
Vgl
- 17 Ob 19/11k
Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 19/11k
Vgl; Beisatz: Wendet das Gericht zweiter Instanz § 267 ZPO nicht an und stellt es das Gegenteil eines angeblichen Geständnisses fest, liegt darin kein Verfahrensmangel, und die Feststellung ist der rechtlichen Beurteilung zugrunde zu legen. Bei einer bloßen Negativfeststellung hätte hingegen ein Geständnis aufgrund der Dispositionsmaxime Vorrang und die Negativfeststellung wäre unbeachtlich. (T2)
- 7 Ob 144/13x
Entscheidungstext OGH 04.09.2013 7 Ob 144/13x
Auch
- 2 Ob 58/15s
Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 58/15s
Vgl
- 10 ObS 116/14b
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 ObS 116/14b
Auch; Beis wie T2
- 9 ObA 39/18b
Entscheidungstext OGH 17.05.2018 9 ObA 39/18b
Auch; Beis wie T2
- 1 Ob 149/22a
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 27.06.2023 1 Ob 149/22a
vgl; Beisatz nur wie T2
- 2 Ob 130/23s
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.10.2023 2 Ob 130/23s
vgl; Beisatz wie T2 nur: Die vom Erstgericht zur relevanten Frage getroffene Negativfeststellung steht einer Zugrundelegung der zugestandenen Tatsache nicht entgegen. (T3)
- 10 ObS 131/24y
Entscheidungstext OGH Ordentliche Erledigung (Sachentscheidung) 11.02.2025 10 ObS 131/24y
Beisatz wie T2; Beisatz wie T3
- 2 Ob 109/25f
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 26.06.2025 2 Ob 109/25f
vgl; Beisatz wie T2; Beisatz wie T3
- 7 Ob 98/25z
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 25.09.2025 7 Ob 98/25z
vgl; Beisatz wie T2
- 4 Ob 168/25x
Entscheidungstext OGH Zurückweisung mangels erheblicher Rechtsfrage 28.01.2026 4 Ob 168/25x
nur T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0040118
Zuletzt aktualisiert am
02.03.2026
Dokumentnummer
JJR_19820914_OGH0002_0050OB00683_8200000_001