Rechtssatz RS0040532
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0040532
Entscheidungsdatum
20.02.2018
Rechtssatz
Durch die Vorgangsweise des Prozessgerichtes erster Instanz, welches seine Feststellungen ausschließlich auf zwei "eidesstättige Erklärungen" gestützt hat, ohne deren Verfasser in der mündlichen Streitverhandlung als Zeugen zu vernehmen, wurde das Gebot der Mündlichkeit des Zeugenbeweises missachtet und damit eines der Grundprinzipien des österreichischen Verfahrensrechtes verletzt.
Entscheidungstexte
- 4 Ob 311/83
Entscheidungstext OGH 31.05.1983 4 Ob 311/83
- 1 Ob 28/86
Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 28/86
Beisatz: Auch der Unmittelbarkeitsgrundsatz würde dadurch verletzt. (T1) Veröff: SZ 59/93 = EvBl 1987/1 S 14 = JBl 1986,583
- 10 Ob 127/00z
Entscheidungstext OGH 10.07.2001 10 Ob 127/00z
Auch; Beis ähnlich T1; Beisatz: Schriftliche Zeugenaussagen sind auch im Verfahren auf Grund einer Wiederaufnahmsklage unzulässig. (T2)
- 3 Ob 235/01g
Entscheidungstext OGH 29.01.2003 3 Ob 235/01g
Vgl auch
- 6 Ob 84/09k
Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 84/09k
Auch; Beisatz: Schriftliche Aussagen von Zeugen, deren persönliche Vernehmung möglich ist, sind in der ZPO nicht vorgesehen. (T3); Beisatz: Den vorgelegten Urkunden ist nur die Bedeutung eines Hilfsbeweises, nämlich für die Rechtzeitigkeit und Relevanz des eigentlichen Beweismittels der Zeugenvernehmung, beizumessen. (T4); Bem: Hier: Wiederaufnahmsklage gemäß § 530 Abs 1 Z 7 ZPO. (T5)
- 10 Ob 37/15m
Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 37/15m
vgl auch; Beis ähnlich T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
- 4 Ob 26/18d
Entscheidungstext OGH 20.02.2018 4 Ob 26/18d
Beis wie T3
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0040532
Zuletzt aktualisiert am
20.03.2018
Dokumentnummer
JJR_19830531_OGH0002_0040OB00311_8300000_001