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Rechtssatz RS0042136×

Rechtssatz RS0042136

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0042136

Entscheidungsdatum

29.07.2022

Rechtssatz

Das Berufungsgericht hat, wenn es infolge Beweiswiederholung oder Verhandlungsergänzung zu geänderten oder doch in wesentlichen Belangen ergänzenden Feststellungen gelangt, den Sachverhalt - unabhängig von einer (gesetzmäßig ausgeführten) Rechtsrüge - einer eigenständigen rechtlichen Beurteilung zu unterziehen. Ihre Grenzen findet die berufungsgerichtliche Kognition jedoch im Hinblick auf die das zivilgerichtliche Verfahren beherrschende Parteienmaxime (Beibringungsgrundsatz) in den von den Parteien in erster Instanz aufgestellten Tatsachenbehauptungen.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 698/87
    Entscheidungstext OGH 21.12.1987 1 Ob 698/87
    Veröff: SZ 60/288
  • 7 Ob 2/90
    Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 2/90
    Veröff: VersR 1990,1376 = ZVR 1991/20 S 55 = VersRdSch 1991,357
  • 1 Ob 1573/91
    Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 1573/91
    Auch; nur: Das Berufungsgericht hat, wenn es infolge Beweiswiederholung oder Verhandlungsergänzung zu geänderten oder doch in wesentlichen Belangen ergänzenden Feststellungen gelangt, den Sachverhalt - unabhängig von einer (gesetzmäßig ausgeführten) Rechtsrüge - einer eigenständigen rechtlichen Beurteilung zu unterziehen. (T1)
  • 7 Ob 61/22d
    Entscheidungstext OGH 29.07.2022 7 Ob 61/22d
    Vgl; nur: Ihre Grenzen findet die berufungsgerichtliche Kognition jedoch im Hinblick auf die das zivilgerichtliche Verfahren beherrschende Parteienmaxime (Beibringungsgrundsatz) in den von den Parteien in erster Instanz aufgestellten Tatsachenbehauptungen. (T2)
    Beisatz: Hier: Einwand des fehlenden Deckungsbausteins. (T3)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0042136

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

09.08.2022

Dokumentnummer

JJR_19871221_OGH0002_0010OB00698_8700000_002