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Rechtssatz RS0045357×

Rechtssatz RS0045357

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0045357

Geschäftszahl

2Ob54/58; 6Ob222/61; 3Ob504/60; 6Ob304/69; 5Ob304/71; 3Ob519/76; 1Ob727/79

Entscheidungsdatum

30.03.1976

Norm

ABGB §37 G
ABGB §879 CIIa
DevG §22 Abs1

Rechtssatz

Im Sinne der neueren Lehre vergleiche Bydlinski, Devisenvorschriften und Internationales Privatrecht, JBl 1956,380 ff) ist ein durch das ausländische Devisenrecht begründetes Zahlungsverbot vom österreichischen Gerichte zwar dann zu beachten, wenn die mit der Leistung verbundene Wertverschiebung - wenigstens auch - im Gebiet des Verbotsstaates vor sich gehen müßte. Wenn es sich aber lediglich um einen auf einem inländischen Sperrkonto liegenden Vermögenswert handelt, dann kommt nach dem für das anzuwendende Devisenrecht maßgeblichen Sachstatut lediglich österreichisches Devisenrecht zur Anwendung. In diesem Falle kann dem Klagebegehren des inländischen Gläubigers auch nicht die Einwendung tatsächlicher Unmöglichkeit der Leistung mit Erfolg entgegengesetzt werden.

Entscheidungstexte

  • 2 Ob 54/58
    Entscheidungstext OGH 02.07.1958 2 Ob 54/58
    Veröff: JBl 1959,73 = ÖBA 1960,305
  • 3 Ob 504/60
    Entscheidungstext OGH 07.06.1961 3 Ob 504/60
  • 6 Ob 222/61
    Entscheidungstext OGH 07.06.1961 6 Ob 222/61
  • 6 Ob 304/69
    Entscheidungstext OGH 25.02.1970 6 Ob 304/69
  • 1 Ob 727/79
    Entscheidungstext OGH 28.11.1970 1 Ob 727/79
    Auch
  • 5 Ob 304/71
    Entscheidungstext OGH 08.02.1972 5 Ob 304/71
    Ähnlich; Beisatz: Ungarisches Moratorium (T1)
  • 3 Ob 519/76
    Entscheidungstext OGH 30.03.1976 3 Ob 519/76
    Veröff: ZfRV 1977,230 mit Glosse von Hoyer

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0045357

Dokumentnummer

JJR_19580702_OGH0002_0020OB00054_5800000_001