Rechtssatz RS0048956
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0048956
Entscheidungsdatum
12.03.2002
Rechtssatz
Die Anhörung des Kindes dient dazu, aus dessen Sicht und Empfindungen etwa weitere entscheidungswesentliche Umstände zu erkennen, um sie erforderlichenfalls durch entsprechende Erhebungen ins Klare zu setzen. Sie ist in diesem Sinn viel weniger selbst Beweismittel als eine die Stoffsammlung bestimmende Verfahrenserklärung.
Entscheidungstexte
- 6 Ob 581/80
Entscheidungstext OGH 09.04.1980 6 Ob 581/80
- 7 Ob 585/84
Entscheidungstext OGH 20.06.1984 7 Ob 585/84
nur: Die Anhörung des Kindes dient dazu, aus dessen Sicht und Empfindungen etwa weitere entscheidungswesentliche Umstände zu erkennen, um sie erforderlichenfalls durch entsprechende Erhebungen ins Klare zu setzen. (T1)
- 7 Ob 608/84
Entscheidungstext OGH 19.07.1984 7 Ob 608/84
Auch; nur T1
- 7 Ob 536/87
Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 536/87
nur T1
- 4 Ob 523/88
Entscheidungstext OGH 15.03.1988 4 Ob 523/88
nur T1
- 7 Ob 521/90
Entscheidungstext OGH 25.01.1990 7 Ob 521/90
Vgl; Beisatz: Die Auffassung des Rekursgerichtes, daß die persönliche Stellungnahme der Minderjährigen nicht von entscheidender Bedeutung ist, ist offenbar gesetzwidrig. (T2)
- 1 Ob 573/92
Entscheidungstext OGH 24.06.1992 1 Ob 573/92
nur T1; Veröff: EvBl 1993/13 S 85 = ÖA 1993,26
- 2 Ob 565/93
Entscheidungstext OGH 16.09.1993 2 Ob 565/93
nur T1
- 5 Ob 56/02z
Entscheidungstext OGH 12.03.2002 5 Ob 56/02z
Auch; nur T1; Beisatz: Wenn auch die Bestimmung des § 178b ABGB die Anhörung des Kindes vorsieht, sagt dies nichts darüber aus, ob die Meinung des Kindes auch zu berücksichtigen ist. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0048956
Dokumentnummer
JJR_19800409_OGH0002_0060OB00581_8000000_002