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Rechtssatz RS0050443×

Rechtssatz RS0050443

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0050443

Geschäftszahl

6Ob11/93; 6Ob275/07w

Entscheidungsdatum

26.11.2008

Norm

AnerbenG §18
Krnt HöfeG §21
Tir HöfeG §25

Rechtssatz

Voraussetzung für eine Nachtragsabhandlung ist eine Verkürzung des weichenden Miterben gegenüber der normalen nichtbäuerlichen Erbfolge.

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 11/93
    Entscheidungstext OGH 10.03.1994 6 Ob 11/93
  • 6 Ob 275/07w
    Entscheidungstext OGH 26.11.2008 6 Ob 275/07w
    Vgl; Beisatz: Zweck der Regeln der anerbenrechtlichen Nachtragserbteilung ist es, die weichenden Erben und die Pflichtteilsberechtigten bei einer entgeltlichen oder unentgeltlichen Übertragung des Eigentums am ganzen Hof oder an dessen Teilen an dem bei einem Verkauf erzielbaren Erlös als Ausgleich dafür zu beteiligen, dass sie (in der Regel) nur einen Anspruch auf Zahlung einer Geldforderung gegen den Anerben haben, der nach dem regelmäßig erheblich unter dem Verkehrswert liegenden Übernahmspreis berechnet wird und so den Anerben im Interesse des Hofs begünstigt (vgl 6 Ob 11/93). (T1); Beisatz: Der Zweck der Bevorzugung des Anerben fällt weg, wenn er den Hof oder dessen Teile an eine familienfremde Person (s § 18 Abs 5 AnerbenG; § 21 Abs 3 Krnt ErbhöfeG 1990; § 25 Abs 3 Tir HöfeG) überträgt. (T2); Veröff: SZ 2008/177

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0050443

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.02.2013

Dokumentnummer

JJR_19940310_OGH0002_0060OB00011_9300000_001