Rechtssatz RS0051491
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0051491
Entscheidungsdatum
16.05.2002
Rechtssatz
Weigerung, einseitig angeordnete Überstunden zu leisten, ist - abgesehen vom Fall eines Betriebsnotstandes - kein Entlassungsgrund der beharrlichen Arbeitsverweigerung. (§ 48 ASGG)Weigerung, einseitig angeordnete Überstunden zu leisten, ist - abgesehen vom Fall eines Betriebsnotstandes - kein Entlassungsgrund der beharrlichen Arbeitsverweigerung. (Paragraph 48, ASGG)
Entscheidungstexte
- 9 ObA 63/95
Entscheidungstext OGH 10.05.1995 9 ObA 63/95
- 9 ObA 191/95
Entscheidungstext OGH 22.11.1995 9 ObA 191/95
Beisatz: Eine Interessenabwägung hat nur dann stattzufinden, wenn sich die Pflicht des Arbeitnehmers zur Überstundenleistung vorerst schon aus Gesetz, Kollektivvertrag, Betriebsvereinbarung oder Einzelvertrag ableiten läßt. (T1) Veröff: SZ 68/224
- 9 ObA 309/97z
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 ObA 309/97z
- 9 ObA 119/98k
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 ObA 119/98k
Beis wie T1
- 9 ObA 333/98f
Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 333/98f
Vgl; Beisatz: Der Arbeitnehmer setzt im Falle der Verweigerung unzulässiger Überstundenleistung niemals einen Entlassungsgrund. (T2)
- 8 ObA 124/99i
Entscheidungstext OGH 27.05.1999 8 ObA 124/99i
Auch
- 8 ObA 268/01x
Entscheidungstext OGH 16.05.2002 8 ObA 268/01x
Vgl; Beisatz: Verweigert ein eigens für die Behebung von Störungen beschäftigter Betriebstechniker die zuvor zugesagte Nachtarbeit zur Behebung einer nur während des Betriebes in der Nacht feststell- und behebbaren Betriebsstörung, so ist seine Entlassung gerechtfertigt. (T3)
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0051491
Dokumentnummer
JJR_19950510_OGH0002_009OBA00063_9500000_001