Rechtssatz RS0053569
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtsgebiet
Zivilrecht, Strafrecht
Rechtssatznummer
RS0053569
Entscheidungsdatum
28.06.2017
Norm
BG 14.07.1921, BGBl 422 über Änderungen des GOG allg
B-VG Art87 Abs3
Gerichtsverfassungsnov §4 Abs2
GOG §32 Abs3
GOG §35
GOG §42
Rechtssatz
In welcher Zusammensetzung ein "überbesetzter Senat" im Einzelfall entscheidet,hat sich schon auf Grund der generellen Bestimmung der Geschäftsverteilung zu ergeben. Die Bestimmung des Berichterstatters ist Aufgabe des Senatsvorsitzenden, nicht der Geschäftsverteilung.
Entscheidungstexte
- 1 Ob 46/89
Entscheidungstext OGH 21.02.1990 1 Ob 46/89
Veröff: SZ 63/24
- 6 Ob 623/90
Entscheidungstext OGH 28.06.1990 6 Ob 623/90
- Ds 1/94
Entscheidungstext OGH 01.07.1994 Ds 1/94
Vgl
- 1 Ob 36/13w
Entscheidungstext OGH 21.05.2013 1 Ob 36/13w
Auch; Beisatz: Bestimmt sich die Zusammensetzung des für den konkreten Akt zur Entscheidung berufenen „überbesetzten“ Rechtsmittelsenats durch einen Zuordnungsakt des Vorsitzenden an einen Berichterstatter und nicht, wie von Judikatur und Gesetz gefordert, durch eine generelle Bestimmung der Geschäftsverteilung, wird der Grundsatz der festen Geschäftsverteilung verletzt. (T1)
Beisatz: Daran ändert nichts, dass der Vorsitzende den Berichterstatter anhand eines für jede Gerichtsabteilung gesondert geführten elektronischen Behelfs („Rädle“) bestimmt. (T2)
Beisatz: Jetzt ausdrücklich § 32 Abs 3 Satz 1 und 2 GOG idF ZVN 2004, BGBl 2004/128. (T3)
- 4 Ob 114/13p
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 114/13p
- 3 Ob 188/14i
Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 188/14i
Auch; Veröff: SZ 2015/8
- 1 Ob 74/17i
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 74/17i
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0053569
Zuletzt aktualisiert am
11.08.2017
Dokumentnummer
JJR_19900221_OGH0002_0010OB00046_8900000_003