Rechtssatz RS0055003
Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)
Rechtssatznummer
RS0055003
Geschäftszahl
Bkd29/88; 14Bkd2/11; 23Os2/15i; 22Ds2/17i; 23Ds2/17x (23Ds3/17v; 23Ds4/17s); 23Ds3/19x; 23Ds6/23v; 23Ds7/23s
Entscheidungsdatum
28.02.2024
Rechtssatz
Ein Rechtsanwalt hat sich einerseits wegen seiner hohen Bildung und andererseits wegen der Mittätigkeit in der Rechtspflege gegenüber einer ebenfalls in der Rechtspflege tätigen Behörde eines Sachlichen und korrekten Tones zu bedienen, es würde aber zu weit führen, jede kritische Bemerkung eines Rechtsanwaltes zum Anlass für eine disziplinäre Verfolgung zu nehmen (Bkd 74/84, 107/84). Dies gilt auch für Gespräche zwischen einem Rechtsanwalt und einem Journalisten, zumal Interviews durch Rechtsanwälte nicht grundsätzlich abgelehnt werden können oder sollen. Das Recht der freien Meinungsäußerung steht dem Rechtsanwalt wie jedem anderen Staatsbürger zu (Bkd 15/80).
Entscheidungstexte
- Bkd 29/88
Entscheidungstext OGH 21.11.1988 Bkd 29/88
Veröff: AnwBl 1990,435
- 14 Bkd 2/11
Entscheidungstext OGH 27.06.2011 14 Bkd 2/11
Auch; Beisatz: Die Begriffe „frech“, „Abstempelung“, „unverschämt“ sind an sich bereits geeignet, im Kontext als beleidigend, zumindest Anstand und Sitte widerstreitend gewertet zu werden. (T1)
- 23 Os 2/15i
Entscheidungstext OGH 09.11.2015 23 Os 2/15i
Vgl
- 22 Ds 2/17i
Entscheidungstext OGH 27.06.2017 22 Ds 2/17i
Auch
- 23 Ds 2/17x
Entscheidungstext OGH 28.08.2017 23 Ds 2/17x
Auch
- 23 Ds 3/19x
Entscheidungstext OGH 16.01.2020 23 Ds 3/19x
Vgl
- 23 Ds 6/23v
Entscheidungstext OGH 28.02.2024 23 Ds 6/23v
vgl
- 23 Ds 7/23s
Entscheidungstext OGH 28.02.2024 23 Ds 7/23s
vgl
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0055003
Zuletzt aktualisiert am
02.05.2024
Dokumentnummer
JJR_19881121_OGH0002_000BKD00029_8800000_001