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Rechtssatz RS0057649×

Rechtssatz RS0057649

Rechtstracker.at · Quelle: RIS (Bundeskanzleramt)

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtsgebiet

Zivilrecht

Rechtssatznummer

RS0057649

Geschäftszahl

6Ob586/80; 5Ob736/80; 8Ob564/82; 6Ob136/98p; 1Ob286/00s

Entscheidungsdatum

24.04.2001

Rechtssatz

Bei der gerichtlichen Anordnung eines Mietverhältnisses im Verfahren nach Paragraphen 229, ff AußStrG ist eine wirksame Ausgestaltung auch durch solche Regelung möglich, die kraft zwingender gesetzlicher Bestimmungen im Fall rechtsgeschäftlicher Vereinbarung unwirksam wären (zB können Endigungsgründe unabhängig von der Bestimmung gesetzlichen Kündigungsschutzes angeordnet werden).

Entscheidungstexte

  • 6 Ob 586/80
    Entscheidungstext OGH 21.05.1980 6 Ob 586/80
    Veröff: SZ 53/81 = EvBl 1980/215 S 659
  • 5 Ob 736/80
    Entscheidungstext OGH 04.11.1980 5 Ob 736/80
    Beisatz: Schutzbestimmungen wie Zinsbildungsvorschriften und Kündigungsbeschränkungen sind auf ein nach richterlicher Abwägung der konkreten einzelnen Interessen angeordnetes Rechtsverhältnis nicht anwendbar. (T1) Veröff: JBl 1982,321
  • 8 Ob 564/82
    Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 564/82
    Beis wie T1
  • 6 Ob 136/98p
    Entscheidungstext OGH 27.05.1998 6 Ob 136/98p
  • 1 Ob 286/00s
    Entscheidungstext OGH 24.04.2001 1 Ob 286/00s
    Beisatz: Die gerichtliche Anordnung eines Mietverhältnisses im Rahmen der Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens und der ehelichen Ersparnisse wird durch keinerlei die vertragliche Regelung von Mietverhältnissen beschränkenden Bestimmungen, insbesondere nicht durch die Kündigungsbeschränkungen des Mietengesetzes oder anderer Wohnungsgesetze inhaltlich zwingend vorbestimmt. (T2); Veröff: SZ 74/70

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0057649

Dokumentnummer

JJR_19800521_OGH0002_0060OB00586_8000000_005